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Berliner "Tatort"Warum Sie den "Tatort" nicht versäumen sollten

Der Berliner „Tatort“ (ORF 2 & ARD, 20.15 Uhr) wie er leibt und lebt: hart, trocken, spannend. Im heutigen Fall gerät der Sohn von Nina Rubin zwischen die Fronten.

Tatort: Der gute Weg
Stress in Berlin für Watschke und und Karow. © (c) rbb/Stefan Erhard
 

Die Nachtstreife in Berlin ist kein Ponyhof. Das erfährt man schon in den ersten Minuten des heutigen „Tatorts“: Drogen, zwielichtige Gestalten und ein gefährliches Halbdunkel, in dem das Zwielicht Zuhause ist. Als der erfahrene Polizist Stracke (Peter Trabner) und seine Kollegen zu einer Ruhestörung gerufen werden, stechen sie in ein Drogennest. Stracke wird verletzt, eine Polizistin stirbt und der Sohn von Nina Robin (Meret Becker) wird im Kugelhagel verletzt. Die Kommissarin – sonst stets hammerhart – ist schwer angeschlagen. Und bald ist völlig unklar, was an diesem blutigen Abend wirklich passiert ist. Letztlich stehen weniger die Kriminalisten als der Alltag von Straßenpolizisten im Fokus, wie es auch in der Beschreibung des Senders rbb heißt: „Eine Hommage an einen Berufsstand, dem in der Öffentlichkeit zu wenig Achtung entgegengebracht wird.“

„Der gute Weg“ ist von Autor Christoph Darnstädt klug eingefädelte Episode, der zum Mitraten einlädt, ohne ein klassischer Whodunit-Fall zu sein. Die Dialoge straubtrocken, Robert Karow (Mark Waschke) ebenso lässig wie unfreundlich und ein Drehbuch, das verlässlich auf die falsche Fährte führt. Das erinnert daran, dass die Berliner zu den interessantesten Protagonisten im „Tatort“-Universum zählen.
Wer souveräne Krimis mit hohem Coolness-Faktor sucht, ist heute richtig. Ein Zuckerschlecken ist es aber nicht.

Kommentare (1)

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Church-Hill
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Sehr beeindruckend,

dieser TATORT, und sehr mutig! Zum Nachdenken.

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