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Protest zum 1. MaiBundesmuseen-Mitarbeiter fordern Kollektivvertrag

Unter dem Motto #wirgehenleeraus fordern Mitarbeiterder Bundesmuseen einen eigenen Kollektivvertrag. Für morgen, 1. Mai, ist eine Protestaktion geplant, parallel will man ab morgen auf der Website www.wirgehenleeraus.at auf die derzeitige Lage aufmerksammachen.

PK KUNSTHISTORISCHES MUSEUM - KHM
Das Kunsthistorische ist das einzige der Bundesmuseen, in dem ein Kollektivvertrag eingeführt ist. © APA/HANS PUNZ
 

Die geplante Protestaktion soll "auf schlechte Arbeitsbedingungen
und geringe Stundenlöhne ab 6,50 Euro aufmerksam machen", wie es in
einer Aussendung der Betriebsrätekonferenz der Österreichischen
Bundesmuseen und der Österreichischen Nationalbibliothek heißt. "Jährlich steigen die Besucherzahlen und damit auch die Arbeit. Jährlich steigen die Einnahmen, aber wir gehen leer aus - daher der Name unserer Protestaktion", so Beate Neunteufel-Zechner, Vorsitzende der Betriebsrätekonferenz.

"Wir fordern jetzt das Selbstverständliche: einen Kollektivvertrag als Anteil an der Erfolgsgeschichte der Kulturinstitutionen Österreichische Bundesmuseen und Österreichische Nationalbibliothek." Mit der Protestaktion #wirgehenleeraus sollen die politischen Verantwortlichen sowie die Öffentlichkeit auf die Arbeitsbedingungen in den betroffenen Institutionen aufmerksam gemacht werden. Immerhin seien 98 Prozent aller Arbeitnehmer in Österreich durch Kollektivverträge abgesichert - anders als in den Bundesmuseen. "Nur in einem von acht Häusern, dem KHM-Museumsverband, ist es gelungen nach der Ausgliederung aus dem Bundesdienst um die Jahrtausendwende einen Kollektivvertrag zu verankern", heißt es dazu.

"Zahllose Gespräche führten zu keiner Lösung"

Jährlich würden etwa 450 Kollektivverträge verhandelt. Für Eveline Fritsch, Vorsitzende des Betriebsrats des Belvedere, sei es "ziemlich erstaunlich, dass die Bediensteten dieser Anstalten öffentlichen Rechts seit ihrer Ausgliederung zum überwiegenden Teil ohne Kollektivvertrag auskommen müssen". Man habe in zahlreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen versucht, auf diesen Missstand hinzuweisen. "Da jedoch unsere bisherigen Bemühungen, auf diese absurde Situation aufmerksam zu machen, zu keiner Lösung geführt haben, haben wir beschlossen, unser Anliegen durch diese Protestaktion der breiten Öffentlichkeit vorzustellen."

Das Büro von Kulturminister Gernot Blümel verweist auf 2018 stattgefundene Gespräche mit Vertretern der Bundesmuseen-Konferenz
und dem Vorsitzenden der Beamten-Gewerkschaft, Norbert Schnedl.
Dieser sei auch für die nächste Sitzung der Bundesmuseen-Konferenz
am 27. Mai "eingeladen, das Thema Kollektivverträge in der gesamten
Runde der wissenschaftlichen wie kaufmännischen Direktorinnen und
Direktoren aller Bundesmuseen und der Nationalbibliothek zu präsentieren".

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