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Schmutziger Machtkampf um die ''Krone''Dichand will "Funke" aus Gesellschaft klagen

Der Herausgeber und Chefredakteur der "Kronen Zeitung", Christoph Dichand, hat am Freitag eine "Ausschlussklage" gegen den deutschen Miteigentümer Funke angekündigt und ortet einen Angriff auf die Pressefreiheit.

© (c) apa (Harald Schneider)
 

Christoph Dichand wirft der Funke-Gruppe, die unter anderem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung herausgibt, "zahlreiche Treuwidrigkeiten" vor. Er beklagt "kreditschädigende Anschuldigungen" und den Versuch, ihn als Chefredakteur abzusetzen.

"Dies ist ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Krone und ihrer Redaktion - und damit letztlich auch auf die Pressefreiheit", so Dichand in einer Aussendung. Außerdem kritisierte er "Finanzinvestoren", die die Krone "unter ihre Kontrolle bringen und ein laufendes Schiedsverfahren negativ beeinflussen wollen". Damit spielt Dichand auf den Immobilieninvestor Rene Benko an, der im Vorjahr bei der Funke-Beteiligung an der Krone eingestiegen ist, ohne seinen Namen allerdings direkt zu nennen.

"Vermächtnis und Auftrag meines Vaters"

"Die Krone ist kein Spekulationsobjekt, sondern eine unabhängige Zeitung", sagt Dichand weiter. Er habe eine Verantwortung für die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses und diese Verantwortung werde er wahrnehmen. "Die Sicherstellung dieser Unabhängigkeit ist ein Vermächtnis und Auftrag meines Vaters. Ich nehme diese Verpflichtung ernst und werde sie gemeinsam mit der Redaktion mit aller Kraft verteidigen", so Dichand.

Dichand zwischen Klage und Mobbing 

Schon zuvor hatte sich der Konflikt innerhalb der "Krone" zugespritzt. Wie Boulevard-Konkurrent "Österreich/Oe24" berichtet, wird die WAZ eine Klage auf Entlassung gegen Christoph Dichand einbringen. Der Vorwurf lautet, er hätte Spesen für private Zwecke eingesetzt. Einer der Geschäftsführer, jener der WAZ, soll schon der Entlassung Dichands zugestimmt haben. Das Gratisblatt "Heute", herausgegeben von Eva Dichand, vermutet Benko hinter der Aktion. Man wolle Dichand "aus dem Amt mobben".  Die Vorwürfe gegen Dichand werden in "Heute" als "Peanuts" abgetan - "angesichts der Tatsache, dass die 'Krone' und ihre 'Mutter' Mediaprint Jahresumsätze im Bereich von einer halben Milliarde Euro machen."

Hintergrund der aktuellen Turbulenzen sind die Nachwirkungen des Einstiegs von Immobilientycoon René Benko ins Medienwesen. Im November hatte sich Benkos Signa Holding 49 Prozent der WAZ Ausland Holding gesichert - jene Firma, in der die Funke-Gruppe ihre "Krone" und "Kurier"-Anteile gebündelt hat. Laut Medienberichten ist Benko an einer Totalübernahme der deutschen Anteile interessiert.

 

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CuiBono
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Angriff auf die Pressefreiheit

Die KRONE an sich ist als Medium ein einziger "Angriff auf die Pressefreiheit" und dient ausschließlich der Vermögensvermehrungsmaximierung der Eigner und als willkommenen oder sogar voraussetzenden Nebeneffekt der gezielten Verblödung der Leser.

Merke:
Pressefreiheit a la KRONE ist ganz sicher nicht Meinungsfreiheit und dieses seltsame "Organ" dient einem ganz bestimmten Zweck und ist für jeden denkenden Menschen eine einzige Zumutung.

Eine Zumutung, welche ICH - seit Jahrzehnten - nicht einmal am Häusl angreif.
So groß kann die Not gar nicht sein.

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scionescio
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Schon eine sehr abartige Argumentation ...

... im Vergleich zum Konzernumsatz ist der Betrug eher geringfügig- wenn der Arme bei Apple arbeiten würde, dürfte er demnach ungestraft mehr betrügen?

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georgXV
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???

so etwas kann eben vorkommen, wenn die Verträge (zwischen den Gesellschaftern) NICHT klar und wasserdicht sind !!!
Interessant wäre zu erfahren, welche Dilettanten (Juristen) diese Verträge aufgesetzt und dafür wahrscheinlich ein Wahnsinnshonorar kassiert haben !!!

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