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MedienKrone zieht Pandi als Innenpolitikchef ab

Claus Pandi, langjähriger Innenpolitik-Chef der Krone, der sich als Hofschreiber von Ex-Kanzler Faymann einen Namen gemacht hatte, wird nach Salzburg weggelobt.

Kronen Zeitung
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Mittleres Erdbeben in der Kronen Zeitung: Claus Pandi, langjähriger Chef der Innenpolitik des größten österreichischen Boulevardblattes, gibt seine Ressortleitung ab und wird Chef der Salzburger Regionalausgabe der Kronen Zeitung. Über die genauen Hintergründe der Rochade ist offiziell nichts bekannt, in Salzburg geht der Chefredakteur der Salzburg Krone in Pension.

Der 52-jährige Pandi erlebte seine Hochblüte in der Ära Werner Faymann. Der Journalist war mit der damaligen Pressesprecherin des Kanzler verheiratet, der spätere Kanzleramtsminister Josef Ostermayer war Pandis Trauzeuge bei der Hochzeit in Venedig. Pandi war sogar in Vorbesprechungen im Kanzleramt eingebunden, böse Zungen bezeichneten ihn als Hofschreiber des damaligen Kanzlers. Faymann-Kritiker wie etwa der steirische Landeshauptmann Franz Voves wurden medial gnadenlos hingerichtet und als Kernöl-Sozialist verhöhnt.

Mit Faymanns SPÖ-interner Demontage und dem Wechsel zu Christian Kern begann auch Pandis Stern zu sinken. Zum jetzigen Kanzler Sebastian Kurz und zu Vizekanzler Heinz-Christian Strache unterhielt Pandi an sich engen Kontakt.

Der 52-Jährige folgt Hans Peter Hasenöhrl, der in den Ruhestand tritt. Pandi werde nun mit seiner langjährigen außen- und innenpolitischen journalistischen Erfahrung traditionelle und neue digitale Angebote für die Leser in Salzburg zeitgemäß verbinden, erklärte der geschäftsführende "Krone"-Chefredakteur Klaus Herrmann in einer Aussendung. Pandi, seit Juni 1986 in verschiedenen Funktionen und zuletzt in erster Linie als innenpolitischer Kommentator bei der "Krone" tätig, soll "auch künftig Akzente in der innenpolitischen Berichterstattung setzen". Er selbst schreibt anlässlich seiner Bestellung: "Zu unseren bewährten Kompetenzen in der gedruckten Zeitung, wird die Verbindung  von Digitalität mit Emotionalität und Qualität noch mehr in den Vordergrund rücken." 

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