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Kritik Zum gestrigen Landkrimi: Sieht wenigstens gut aus

Schade, dass dieser Krimi so wenig aus der atemberaubenden Kulisse des Nachtslaloms in Schladming gemacht hat. Eine Rezension zum Landkrimi "Steirerkind".

Mordalarm am Slalomhang: die ORF-Reihe "Landkrimis" geht in die nächste Runde © ORF
 

Wenn der Helfer, der die Slalomstangen fixieren soll, beim Löcherbohren in der vereisten Piste statt jüngferlich weißem Schnee verdächtig Dunkelrotes zutage fördert, darf man sich gruseln. Weil da gleich klar ist: Dieses Dunkelrote floss einmal im österreichischen Skinationaltrainer. Da liegt er unterm Eis, und sein Tod, der kein natürlicher war, kommt wirklich ungelegen, so kurz vor dem Schladminger Nachtslalom. Das Skizirkus-Spektakel und 50.000 Fans dienten beim Dreh im Vorjahr als menschliche Kulisse: kein schlechter Coup und bestimmt schwer zu filmen.

Lauter Klischees

Trotzdem schade, dass dieser Krimi so wenig daraus gemacht hat. Die Markenzeichen der Landkrimis fehlen komplett: die skurrilen Verbrechen, die genaue Beobachtung österreichischen Alltags, vor allem: die eigenbrötlerischen Charaktere. Hier gab es nur Klischees: Stadttrotteln stapfen in Halbschuhen durch den Schnee, auf der Skihütte saufen sie immer Schnaps, Huren haben goldene Herzen, und Sportler sind korrupt. Nur Hary Prinz gibt einen richtig klass unsympathischen
Ermittlersaubartl: immer unausgeschlafen, immer spitz, dem gönnt man, dass die junge Kollegin lieber mit seinem Sohn schnackselt. Regisseur Wolfgang Murnberger ist zu Schladming wenig eingefallen. Aber das sieht im Film wenigstens gut aus.

Kommentare (7)

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ego57
0
5
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Habe mich auf den Film gefreut,

leider habe ich den Fehler gemacht, zuvor das Buch zu lesen... und wie so oft in solchen Fällen war ich enttäuscht vom Film, dessen Handlung mit dem Buch nur mehr wenig gemeinsam hat, - leider.

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aleser
12
5
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Das "Schlechteste...

ist einfach nur der KLZ Artikel, liegt wohl an der Verfasserin.

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f6yevyum172938ystl4adgxmblssfj80
9
6
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Frau Ute Baumhackel!

Haben Sie einen Frust!? Und die Wortwahl könnte missfallen.
Zum Film: Es war nicht "the yellow from the egg", aber die Kollegin vom Kommissar und der Simon von den Vortadtweibern waren doch gut!

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pescador
3
17
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.

Die Miriam Stein ist herrlich erfrischend und sympathisch.

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pescador
6
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Warum Klischees?

Das ist die Realität.

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daFeinspitz
4
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gute (aber etwas kurze) Rezession

Vor allem die Wortwahl ist erfrischend und mal was anderes.
Ich glaub aber, der Krimi wurde vor der #metoo Bewegung gedreht, denn sonst wären einige Dialoge anders ausgefallen.
Das wiederum wäre schlecht für den Krimi gewesen.
Wie im Artikel geschrieben, macht das "dauerspitze" den Hr. Hauptkom. erst zu einer witzigen aber auch traurigen Person.
Gefällt mir.

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kropfrob
9
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Die Wortwahl ...

... diese Rezension (= Besprechung) ist nicht "mal was anderes", sonderne die übliche Ausdrucksweise von Frau Baumhackl: geschmacklos, untergriffig und sexuell konotiert. Und damit fällt die Rezension tatsächlich in den Bereich "Rezession" (= Flaute)

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