Schau in der Wiener Albertina Amedeo Modigliani: Sein Leben, ein einziges Drama

Im Leben unterschätzt, im Tod hoch umjubelt. Die bislang teuerste Ausstellung der Albertina holt Amedeo Modigliani aus dem Schatten von Pablo Picasso.

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"Modigliani. Revolution des Primitivismus" in der Albertina
"Modigliani. Revolution des Primitivismus" in der Albertina ©  APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
 

Allzu lange braucht man nicht, wenn man nach den traurigsten Künstlerbiografien sucht: Nach Vincent Van Gogh kommt eher früher denn später auch schon Amedeo Modigliani (1884–1920). 1906 aus Livorno kommend, stürzte sich der Italiener rauschhaft in die Pariser Kunstszene: Verdichtete, exzessive 16 Jahre, in der er als Teil der École de Paris (Schule von Paris) die Kunst der damaligen Zeit dominierte. Wobei, so ganz stimmt das nicht: Modigliani – und das ist die wahre Tragödie, die im Tuberkulose-Tod mit 35 Jahren gipfelte – war zeitlebens arm wie eine Kirchenmaus. Seine künstlerische Bedeutung wurde erst nach und nach entdeckt. Dafür rangiert Modigliani mittlerweile mit zwei seiner Arbeiten auf der Liste der teuersten Gemälde auf den Plätzen 3 und 4. Hinter Pablo Picasso, der wie er im Viertel Montparnasse lebte, arbeitete und sich wie ein übermächtiger Schatten über ihn legte.

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