Installation in RomErwin Wurms Vorstellungen von "Dolce Vita"

14 Werke des österreichischen Kunststars sind erstmals in der italienischen Hauptstadt im Rahmen der Freilichtschau "Via Veneto Contemporanea" zu sehen

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FASTENTUCH IM STEPHANSDOM PRAeSENTIERT
Erwin Wurm präsentiert seine Arbeit in Rom © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Erwin Wurm rückt zum Protagonisten der römischen Kulturszene auf. Der österreichische Kunststar stellte am Freitag die ihm gewidmete Freilichtschau "Via Veneto Contemporanea" vor. Die elegante Meile Via Veneto, einst Treffpunkt der Glamourwelt zu Zeiten von Roms "Dolce Vita", dient als Kulisse für 14 Installationen des Künstlers, die bis zum 14. November zu sehen sind.

Die Installationen wurden vor den Aurelianischen Mauern und an den bekanntesten Ecken der Via Veneto aufgestellt. Die von Catherine Löwe kuratierte Open-Air-Ausstellung umfasst einige ikonische Werke des Künstlers. Eingerahmt vom antiken Bogen der Porta Pinciana steht "Big Mutter" (2015), eine große Wärmflasche mit Beinen, eine Hommage an die Fürsorge und Zuneigung, die Mütter ihren Kindern entgegenbringen. Zu sehen ist außerdem das ikonische "Fat House" (2003), das an die Exzesse und die Völlerei im Kino von Federico Fellini erinnert, der in seinen Filmen die Dolce Vita in den Lokalen auf der Via Veneto zeigte.

Installiert werden auch mehrere Arbeiten von Wurms Werkzyklus "Performative Skulpturen", darunter drei große Bronzefiguren im Farbton eines rosa Kaugummis. Die Ausstellung ist die erste städtische Installation Wurms in Rom und wird vom Denkmalschutz gefördert.

Erwin Wurm liebt das Spiel mit dem Alltag und mit absurden Situationen. "Unsere Welt ist vor allem in dieser Zeit total absurd und beängstigend. Wir Künstler können einen Schritt zur Seite machen und die Realität von einer besonderen Perspektive betrachten und hoffen, dass dieser Blick uns für die Zukunft helfen kann", betonte Wurm bei der Präsentation der Ausstellung.

"Die Via Veneto und ganz Rom erweisen sich als idealer Schauplatz für Wurms künstlerische Überlegungen. [...] Gewöhnliche, scheinbar banale Gegenstände werden in den Rang von Kunstwerken erhoben. Ihre Anwesenheit im historischen Zentrum Roms wird zur Provokation und zur ironischen, aber ernst gemeinten Einladung, darüber nachzudenken, wie und inwieweit man dem alltäglichen Leben eine noble Dimension verleihen kann", so die Kuratoren zur Ausstellung.

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