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"Kreuzigung im Gedräng" im Grazer Dom Massenauflauf am Karfreitag: Ein Bild mit vielen Rätseln

Mächtig groß und mächtig rätselhaft: Das Bild „Kreuzigung im Gedräng“ im Grazer Dom ist eines der kostbarsten Tafelbilder Österreichs. Erst nach und nach wurden seine Geheimnisse gelüftet.

Chef des Diözesanmuseum Heimo Kaindl vor der "Kreuzigung im Gedräng" von Conrad Laib
Chef des Diözesanmuseum Heimo Kaindl vor der "Kreuzigung im Gedräng" von Conrad Laib © Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Auch wenn sich aus Pandemiegründen schon länger keine Besucher mehr vor dem riesigen Tafelbild in der Friedrichskapelle des Grazer Doms eingefunden haben – ein Mangel an Menschen herrscht auf dem Bild ohnehin nicht. Ein Mangel an Menschlichkeit schon eher. Schließlich handelt es sich hier um eine Kreuzigungsszene. Aber fast möchte man meinen, dass man eine Art Volksfeststimmung heraushören kann. Alles ein wenig unübersichtlich auf den ersten Blick. So dürfte es auch den Neuankömmlingen in der rechten unteren Bildecke gehen, die von einem Soldaten offenbar über die Sachlage aufgeklärt werden – schräg, amüsiertes Lächeln inklusive. Schandmäuler aber auch!
Mehr als 80 Personen tummeln sich auf dem Bild, das bezeichnenderweise auch „Kreuzigung im Gedräng“ heißt. Eine mögliche Vorlage dürften die damals üblichen Passionsspiele gewesen sein.

Kommentare (2)
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beneathome
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Gschichtln

Die wirklich Dummen glauben immer sie sind gscheiter als alle anderen.
Selbst so ein kleiner Virus hat mehr drauf als wir. Nur die Kirche pläut uns ein, dass wir so wichtig wären. Ein bißchen mehr Demut vor der realen Welt würde uns auf Dauer gut tun. Aber nein, wir quälen unsere Umwelt bis zum bitteren Ende.

grundner10
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Warum so verbittert?

Sie schreiben sehr verbittert. Das, was hier beschrieben wird, ist eine kunsthistorische Betrachtung. Ich lasse mich jedenfalls nicht als dumm bezeichnen, nur weil Sie ein Kirchenbashing machen. Sie verschließen Ihre Augen wohl vor aller Kultur.

Ich bin ein echter Natur- und Tierliebhaber, verschließe die Augen nicht vor der Realität, gehe regelmäßig mich testen, damit ich meine Umwelt nicht gefährde. Also, was ist Ihr Beitrag? Außerdem hat mir die Kirche nie etwas eingepläut, weder im buchstäblichen noch im übertragenen Sinn.

Wenn Sie das Konzept der Kontingenz kennen, dann würden Sie wissen, dass das die Kirche nicht mehr macht. Ja, es gibt das Bibelwort von der Krone der Schöpfung, aber es gibt auch die klare Anweisung zur Schöpfungsverantwortung. Apropos, Sie meinen wohl, dass die Kirche die Amtskirche ist und nicht die Gemeinschaft aller Menschen, die christliche Nächstenliebe praktizieren ...