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"Walküre" mit MalaktionHerman Nitsch plant eine Performance bei den Bayreuther Festspielen

Der österreichische Aktionskünstler hat bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen einen großen Auftritt.

Wird demnächst in Bayreuth ans Werk gehen: Hermann Nitsch
Wird demnächst in Bayreuth ans Werk gehen: Hermann Nitsch © APA/Roland Schlager
 

Der österreichische Aktions- und Gesamtkünstler Hermann Nitsch wird bei den kommenden Bayreuther Festspielen für die "Walküre" keine Inszenierung und keine Ausstattung beisteuern, sondern "eine Performance, die ich seit 40 Jahren Malaktion nenne, und die ein Teil meines Orgien-Mysterien-Theaters ist". Das sagte der Künstler am Samstag, einen Tag nach der Unterzeichnung der Verträge, zur APA. Als Aufführungs-Termine wurden der 29. Juli, der 3. und 19. August bekanntgegeben.

Während unter dem Dirigat von Pietari Inkinen die Sänger - darunter Klaus Florian Vogt als Siegmund und Günther Groissböck als Wotan - an der Rampe eine konzertante Aufführung der Wagner-Oper geben werden, "habe ich die Bühne zur Verfügung", so Nitsch. "Ich zeige meine eigene Arbeit, während gleichzeitig die 'Walküre' gespielt wird. Natürlich lasse ich mich durch die farbige, sinnliche Musik der 'Walküre' anregen." Es werde einige Koordination brauchen, um sich abzustimmen.

Großer Wagner-Fan

"Ich bin ein großer Verehrer von Wagners Musik. Wagner ist ein Vorbild. Ich hätte auch gerne einmal den 'Parsifal' inszeniert, weil 'Parsifal' auch viel mit meinem Werk und meiner Symbolik zu tun hat, aber ich wollte meine Kunst nie Wagner aufdrängen. Ich hätte es anders gemacht, ich hätte es 'frei nach Richard Wagner' genannt, denn das ganze Regietheater geht mir auf den Keks", so Nitsch, der an die zehn eigene Mitarbeiter nach Bayreuth mitbringen und von den Festspielen Statisten zur Verfügung gestellt bekommen wird.

Sein eigenes 6-Tage-Spiel in Prinzendorf wurde auf 5. bis 11. Juli vorverlegt, um beide Großprojekte zu gewährleisten. Dass man, quasi als Generalprobe für Bayreuth, auch im Weinviertel Wagner-Klänge als Teil seiner streng choreografierten und orchestrierten Aktionen hören wird, schließt Nitsch jedoch aus: "Nein, das sind zweierlei Sachen. Da gibt es meine eigene Musik." Den kommenden Anstrengungen sieht der 82-Jährige freilich gelassen entgegen: "Mein Werk ist soweit aufgebaut. Ich habe wunderbare Assistenten, die das verwirklichen können und werde dabei aus Gründen meines Alters ziemlich zurücktreten."

www.bayreuther-festspiele.de

Kommentare (1)
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hbratschi
1
3
Lesenswert?

vielleicht...

...versteh ich's nur nicht aber für mich haben die werke von nitsch mit kunst nicht viel zu tun. wenn es menschen gibt, denen das was er macht gefällt, alles okay, aber ich finde nicht, dass er auch noch mit steuergeld gefördert werden muss. wie ja unlängst durch das land nö, das ihm, wie kolportiert, werke um 1 million euro abgekauft hat. es gibt viele künstler die dzt eine schwere zeit durchmachen und dringend unterstützung bräuchten aber ich glaub nicht, dass ein nitsch dazugehört...