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ParisPlagiatsurteil gegen Kunststar Jeff Koons bestätigt

Die Plagiatsvorwürfe gegen den US-Künstler Jeff Koons sind von einem Pariser Berufungsgericht bestätigt worden. Wie aus Gerichtsakten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorlagen, hielt das Gericht ein Urteil von vor zwei Jahren aufrecht, wonach Koons den Nachfahren des französischen Künstlers Jean-François Bauret eine Entschädigung zahlen muss.

© APA (AFP)
 

Koons hatte demnach bei seiner Porzellanskulptur "Naked" von zwei nackten Kindern aus dem Jahr 1988 von einer Fotografie von Bauret abgekupfert. Koons und das Pariser Kunstmuseum Centre Pompidiu, wo die Skulptur ausgestellt werden sollte, müssten Baurets Erben demnach insgesamt 20.000 Euro zahlen. Außerdem soll der Kunst-Star der Familie weitere 4.000 Euro zahlen, weil er ein Bild der Skulptur für seine Serie "Banality" verwendete.

Die Anwältin der Familie Bauret, Stéphanie Legrand, begrüßte das Berufungsurteil. Das gerichtliche Verbot, Baurets Bild weiter zu verwenden, sei "ein großer Erfolg für meine Mandanten".

Das Centre Pompidou hatte "Naked" bei einer großen Koons-Retrospektive von November 2014 bis April 2015 ausstellen wollen. Die Skulptur wurde jedoch in Paris nie gezeigt, weil sie beim Transport beschädigt wurde. Allerdings wurden Bilder des Kunstwerks bei Werbung für die Ausstellung und in Medienberichten darüber reproduziert.

Die gut einen Meter große Skulptur stellt einen kleinen Buben dar, der einem Mädchen einen kleinen Blumenstrauß reicht. Eine Kopie dieses Werkes wurde 2008 für acht Millionen Dollar (7,2 Millionen Euro) verkauft. Nach Einschätzung des Pariser Gerichts kopierte Koons mit der Skulptur Baurets Fotografie "Enfants" ("Kinder"), die 1975 in Postkartenform veröffentlicht wurde und zwei nackte Kinder in sehr ähnlicher Pose darstellt.

2018 urteilte ein Gericht, Koons habe für sein Werk "Fait d'Hiver" von 1988, das ebenfalls zu seiner "Banality"-Serie gehört, eine Werbung des Modeunternehmens Naf Naf kopiert. Sie zeigte ein Schwein vor einer auf dem Rücken liegenden Frau. Koons kontert die wiederholten Plagiatsvorwürfe gegen ihn damit, dass er ein "Aneignungskünstler" sei. Seine Arbeiten zählen zu den teuersten Kunstwerken weltweit.

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