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SalzburgBibelmuseum setzt auf Crowdfunding

Das Salzburger Bibelmuseum Bibelwelt startet am kommenden Wochenende für eine neue Sonderausstellung erstmals eine Crowdfunding-Aktion. Um die Schau "Lebens.Körner - Getreide und Brot im Alten Orient" mitzufinanzieren, sollen rund 3.000 Euro der 5.000 bis 6.000 Euro teuren Ausstellung über zahlreiche Kleinbeträge gesammelt werden.

© APA
 

"Wir wollen die kulturelle und religiöse Bedeutung von Brot in die Mitte stellen - in einer Welt, in der immer noch viel zu viele hungern", sagte Bibelwelt-Direktor Eduard Baumann am Dienstag im APA-Gespräch. "Das beginnt in Ägypten, wo etwa der Sauerteig erfunden wurde, zeigt aber auch, dass Wasser holen und Brotbacken zur Zeit Jesu mühsam und kein Honigschlecken war." Außerdem würden zahlreiche Bibelstellen von der Bedeutung des Brotes als Zeichen für das Leben zeugen.

"Wenn nun viele ihr Scherflein beitragen, können wir die Ausstellung erlebnisorientierter gestalten", betonte Baumann, für den die erhofften Beträge alles andere als kleine Brötchen sind. Werden etwa um 1.000 Euro mehr gesammelt als geplant, könnte damit ein auf das Smartphone herunterladbarer Kinderaudioguide für die Bibelwelt finanziert werden.

Mit der Aktion will der Museumsdirektor auch junge Erwachsene ansprechen, auch wenn er wisse, dass diese Gruppe schwierig zu erreichen sei. "Ich glaube, dass mehr Menschen bereit sind, sich für biblische Projekte zu engagieren, wenn wir ihnen diese konkret und auf ihre Art und Weise vorstellen."

Der Startschuss zum Crowdfunding erfolgt am 25. Mai, die Aktion läuft bis 9. Juli. Unterstützer erhalten je nach ihrem Beitrag Belohnungen - etwa Spezialführungen. Die Sonderausstellung soll am 5. Oktober 2019 öffnen und fast ein ganzes Jahr lang bis in den Spätsommer 2020 hinein bestehen. Die Bibelwelt wurde im Frühjahr 2015 in einem Teil der Elisabeth-Kirche in der Salzburger Plainstraße eröffnet. Das Erlebnis-Museum, das derzeit auch Ausbaupläne hegt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bibel und ihre Inhalte mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.

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