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Initialen ins Kolosseum geritztRom geht verstärkt gegen Vandalismus vor

Die "Ewige Stadt" sagt mit Überwachungskameras und Strafen der Schändung ihrer Kulturgüter den Kampf an.

Meistbesucht und Ziel von Vandalenakten: das Kolosseum in Rom © APA
 

Rom sagt dem Vandalismus durch Touristen den Kampf an, nachdem in den vergangenen Tagen drei ausländische Besucher beim Ritzen der Anfangsbuchstaben ihrer Namen in eine Mauer des Kolosseums erwischt worden sind. Abhilfe sollen mehr Überwachungskameras und Aufseher bringen.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Donnerstag, als ein 29-jähriger Ungar mit einem Schlüssel ein zehn Zentimeter großes T in die Mauer kratzte. Der Tourist wurde in eine Polizeizentrale gebracht und wegen Beschädigung von nationalem Kulturerbe angezeigt. Am 29. April war ein 17-jähriger Bulgare, der mit seiner Klasse auf Schulausflug in Rom war, beim Ritzen seiner Initialen erwischt worden. Am 26. April war eine 39-jährige israelische Touristin mit einem Stein in der Hand ertappt worden. Damit hatte sie die fünf Anfangsbuchstaben ihrer Familienmitglieder in einen antiken Pfeiler des Kolosseums geritzt.

Laut der Zeitung "Il Messaggero" (Freitagsausgabe) soll nach dem jüngsten Vorfall die Zahl der Überwachungskameras im Kolosseum erhöht werden, um auch versteckte Ecken zu erfassen. Auch die Zahl der Aufseher soll aufgestockt werden. Lautsprecherdurchsagen in sechs Sprachen sollen Besuchern bereits am Eingang Verhaltenstipps geben. Schilder an den Eingängen sollen vor den auf Vandalismus stehenden Strafen warnen.

60 Millionen Personen haben in den vergangenen zehn Jahren den archäologischen Park mit dem Kolosseum besucht. Dieses besetzt Platz eins im Ranking der meistbesuchten Monumente Italiens. 2018 meldete das Kolosseum ein achtprozentiges Plus bei der Besucherzahl. 7,6 Millionen Menschen besichtigten das Monument im vergangenen Jahr.

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