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WienMängel bei Sanierung der "Chinesischen Kabinette"

Die 2017 abgeschlossene Sanierung der "Chinesischen Kabinette" im Schloss Schönbrunn ist offenbar nicht einwandfrei über die Bühne gegangen. Laut Nachrichtenmagazin "profil" wurde vor allem bei den Vergoldungen schleißig gearbeitet. Die Schloss-Betreiber bestätigten dies am Donnerstag auf APA-Nachfrage. Die damals festgestellten Mängel seien aber inzwischen fast gänzlich behoben worden.

© APA (Archiv)
 

Dem Artikel zufolge, der in der Ausgabe am Freitag erscheint, wurden die Verfehlungen in zwei Berichten festgehalten, die die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) selbst in Auftrag gegeben hat und die von Mai und Juni 2018 stammen. Zitiert wird etwa, dass zahlreiche Vergoldungen nicht fertiggestellt wurden oder "die Ausführungen der Vergoldungen sowie die Montage der Rahmenprofile, Konsolen und der Ornamentik" "nicht unter der geforderten Berücksichtigung des historischen Vorbildes" erfolgt seien.

Eine SKB-Sprecherin betonte, dass die Restaurierung der Kabinette in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt "unter größter Sorgfaltspflicht" erfolgt sei. Wie üblich habe es nach Fertigstellung eine Begehung gegeben, um die Sanierung abzunehmen. Dabei seien tatsächlich Mängel festgestellt worden, die auf die ausführenden Firmen zurückzuführen seien, wie betont wurde. Diese hätten unter Gewährleistung - also ohne Zusatzkosten - unverzüglich mit den Nachbesserungen begonnen. Inzwischen sei alles "so gut wie fertiggestellt", versicherte die Sprecherin.

Die "Chinesischen Kabinette" wurden von Kaiserin Maria Theresia für vertrauliche Gespräche oder gesellige Spielrunden genutzt. Die Prunkräume sind vor allem von asiatischen Lacktafeln sowie wertvollen Porzellanvasen und Figuren geprägt. Die Monarchin galt als leidenschaftliche Sammlerin fernöstlicher Kunst. Die mehrjährige Sanierung wurde von der SKB mit 1,65 Mio. Euro beziffert.

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