"Nach der Verfilmung durch Roman Polanski wurde das Stück landauf, landab gespielt, aber mittlerweile ist es ein bisschen von den Bühnen verschwunden – zu Unrecht", findet Mira Stadler. "Es werden wichtige Themen verhandelt. So geht es um die Frage: Was passiert, wenn man auf den Rechtsstaat nicht mehr vertrauen kann?" Die 30-Jährige hat sich für ihre erste Regie am Stadttheater Klagenfurt Ariel Dorfmans "Der Tod und das Mädchen" ausgesucht. In dem Stück, das morgen Premiere feiert, geht es um eine politische Aktivistin, die Opfer von Folter und Vergewaltigung wurde. In einem Fremden, den ihr Mann nach einer Autopanne mit nach Hause bringt, glaubt sie ihren einstigen Peiniger wiederzuerkennen (mehr über Hauptdarstellerin Anne Müller lesen Sie hier). "Für mich ist auch spannend, wie sich Ehepartner verhalten, wenn sie in eine Extremsituation geraten", sagt Stadler, die sich über die "tollen Möglichkeiten" am Stadttheater freut, was Team, Technik und Bühnenbild betrifft.