Man braucht der Natur natürlich nicht mit Fairness kommen, aber manchmal ist auch ihr offenbar zum Lachen zumute: Da schnaubt sich ein Koloss von einem Braunbären durch den Wald, wird einer Bärin ansichtig, gibt den großen Bären – und scheitert. Die Dame entscheidet sich für den deutlich kleineren Nebenbuhler. Leicht zerknirscht tritt er ab, der Bär, der offenbar doch kein Platzhirsch ist. Es sind Brunftszenen, die so nur selten zu sehen sind.
Mit „Glück!“ braucht man Christine Sonvilla und Marc Graf, dem Filmteam von „Slowenien – Am Puls der Wildnis“, nicht zu kommen, denn sie sind Profis. Stunden, Tage oder gar Wochen sitzen sie in Tarnzelten, um Bären, Habichtskäuze oder Luchse mit der Kamera einzufangen. Was den Zuschauern in rund 45 Minuten an Natur frei Haus geliefert wird, dafür brauchte das Paar mit Hauptquartier in Mürzzuschlag rund zweieinhalb Jahre.