Klimakrise, Energiekrise, Wirtschaftskrise, Krieg: Mitten in der zappendusteren Gegenwart wagt die Ars Electronica ein wagemutiges und optimistisches Gedankenexperiment. Das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft in Linz fragt sich: Was, wenn wir die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts schon bewältigt hätten? Wie sähe unser Leben aus? Wie würden wir uns fortbewegen, wie lieben, wie arbeiten? Und: Was hätte zum Umschwung geführt?
Rund 1000 Künstlerinnen, Forscher, Entwicklerinnen, Unternehmer und Studierende aus aller Welt forschen zum Motto "Welcome to Planet B. A different life is possible but how?". Mit dichtem, internationalem Programm kehrt das Festival 2022 nach Linz zurück, des Budgets wegen auf fünf Tage komprimiert. Bespielt werden elf Orte wie das hauseigene Center, der Campus der Johannes-Kepler-Universität, die Tabakfabrik, das Lentos, das Atelierhaus Salzamt, die Kunstuniversität Linz und der Mariendom.
Der Planet B, so der künstlerische Festivalleiter Gerfried Stocker, stehe dabei nicht für einen fremden Planeten, sondern "für den Plan B, damit wir auf diesem Planeten weiterleben können". Denn: Die Zukunft unserer Vorstellungen habe ein Ablaufdatum. "Wir müssen uns als Gesellschaft und als Wirtschaft vom Credo des ewigen Wachstums verabschieden", sagt er.