Die Umbrella Organisation ist zurück. Das T-Virus breitet sich aus. Und für die wenigen Überlebenden heißt es nun der Kampf gegen die Zombies, genannt „Zeros“. Klingt vielversprechend. Fans des Videospiels “Resident Evil“ dürften dennoch enttäuscht sein. Nicht nur sind erneut fast komplett neue Protagonisten erschaffen worden. Ein Gutteil der Handlung ist auch ödes Highschool-Drama.

Die Zwillinge Jade (Tamara Smart) und Billie Wesker (Siena Agudong) ziehen 2022 mit ihrem Vater Albert (Lance Reddick) nach New Raccoon City in Südafrika. Dort soll Albert an einer neuen, rezeptfreien Pille für Umbrella arbeiten. „Joy“ heißt das Produkt, und es soll Menschen von ihren Depressionen heilen. Blöd nur, dass in den Pillen der T-Virus steckt.

Der hat sich 14 Jahre später quer über die Erde verteilt. 300 Millionen Menschen gegen sechs Milliarden Zombies. Jade (jetzt Ella Balinska) erforscht die Mutation des Virus in London, wo Umbrella ihre Fährte aufnimmt. Jade ist immerhin Nummer 1 auf der Liste der „Most Wanted“. Denn an Jade, sowie an ihrer Schwester Billie, ist mehr dran, als man zunächst vermuten würde.

Die Action ist wild, die Zombies düster, und New Raccoon City optisch so steril, wie man sich das erwarten würde. Die Querverweise auf die bösen Machenschaften eines Facebook, Google oder Apple machen auch sofort klar, welche Gesellschaftskritik hier vermittelt wird. Allein die Wahl, die ganze Geschichte anhand zweier Teenager und ihrer Trotzphase aufzuziehen, nimmt der Serie viel Unterhaltungswert.

"Resident Evil" ist auf Netflix zu sehen.