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Philosoph Peter Strasser: „Ich bin der kleine Sisyphos der großen Worte“

Wie wird man Philosoph? Und warum vermag die Erinnerung an ein Gänseblümchen etwas in dieser aus den Fugen geratenen Welt wieder in Ordnung zu bringen? Ein Gespräch mit Peter Strasser zum 70. Geburtstag.

Der Philosoph im Rosengarten: Peter Strasser wird dieser Tage siebzig
Der Philosoph im Rosengarten: Peter Strasser wird dieser Tage siebzig © Stefan Winkler
 

Herr Strasser, Sie feiern in diesen Tagen Ihren 70. Geburtstag. Mit Schutzmaske. Lässt das Virus einem überhaupt Zeit und Muße zur persönlichen Rückschau, zur Bilanz?
PETER STRASSER: Also ich werde meinen Geburtstag mit meiner Familie feiern, da darf ich hoffentlich die Maske abnehmen, oder? Auch umarmen und schmusen soll wieder erlaubt sein, soviel ich weiß – und ich weiß ja immer zu wenig, weil jeden Tag neue Lockerungs- und Wiederabdichtungsmaßnahmen beschlossen werden. Grenzen auf, Grenzen zu, also was? Aber, wenn wir schon davon reden, das ist auch eine Metapher fürs Leben überhaupt.

Kommentare (2)

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skosko
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Gratulation! ...

... dem Philosophen zum Ehrentag. Danke! Der Kleinen Zeitung für die Freude, immer wieder von und über Peter Strasser zu lesen. Ich zum Beispiel erinnere mich sehr gerne auch an die Zeit als er mit Horst Gerhard Haberl der steirischen herbst gestaltete.

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zweigerl
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Geburtstagsstrauß aus Gänseblümchen

Das Sisyphos-Geschäft der Philosophie im immer wieder neuen Anrennen gegen die "idola fori" (Meinungen des Marktes) wird in unseren steirischen Landen halt noch nicht so geschätzt wie das Auffahren eines volkstümlichen Bischofs in den Himmel. Aber wie sagte der Jubilar Peter Strasser selbst? Vom "Scheitern" kann nicht die Rede sein. Der Lohn der Arbeit am Begriff wird erstattet durch das Neue im Hinsehen auf das scheinbar Unscheinbare. Daher ist auch der Geburtstagsstrauß mit Gänseblümchen passender als der Lorbeerkranz des Siegers.

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