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Tel AvivDer Song Contest als politischer Zankapfel

Israelis und Palästinenser wollen den ESC politisch nutzen. Hohe Preise halten Gäste fern.

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Paenda am Strand von Tel Aviv: Sie vertritt Österreich © (c) ORF (Roman Zach-Kiesling)
 

Der Kontrast hätte kaum größer sein können. Im trendigen Hafen von Tel Aviv, neben einem Bio-Bauernmarkt und einem teuren Modegeschäft, kamen Freitagabend Hunderte Israelis zusammen, um gemeinsam den Sabbat zu feiern. Die Gläubigen ehrten indes nicht nur den gottgegebenen Ruhetag, sondern vor allem ein Ereignis, auf das das Land sich seit einem Jahr enorm freut: den Eurovision Song Contest. Und so sangen die Teilnehmer die jahrtausendealte Liturgie nicht zu den bekannten rabbinischen Melodien. Der 3500 Jahre alte jüdische Psalm 95 erklang zur Auftaktmelodie des europäischen Gesangswettbewerbs, dem christlichen „Te Deum“ Marc-Antoine Charpentiers aus dem 17. Jahrhundert. Andere Gebete wurden zu Popsongs der 1970er-Jahre intoniert. Der Mischgesang überstimmte das Tosen der Wellen und das freudige Quietschen Dutzende Kinder, die wild durch die Gischt der Brandung laufend den Sonnenuntergang genossen. Ein Bild trauter, paneuropäischer Ökumene.

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