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Neue PlattenRobert Forster: "Inferno"

Da geht die Sonne auf: Was Robert Forster mit seiner kultisch verehrten Band "The Go-Betweens" zustande brachte, führt der mittlerweile 61-Jährige solo weiter. Fein gesponnener Gitarren-Pop, strahlend schöne Melodien.

Robert Forster: Inferno
Robert Forster: Inferno © Screenshot/Youtube
 

Für seine Band „The Go-Betweens“ hat sich in den 1980er Jahren kaum jemand interessiert. Auch nicht nach der Übersiedlung von Australien nach England. Dabei schuf Robert Forster mit seinem Bandkollegen Grant McLennan strahlend-schönen Songwriter-Pop. Hitparaden-Ruhm blieb den Go-Betweens verwehrt, heute gelten die alten Platten als Klassiker und der Solokünstler Forster genießt bei Indie-Fans Legendenstatus.
Mit „Inferno“ legt der 61-Jährige, der nach einigen Jahren in Deutschland mit seiner Ehefrau und Musikerin Karin Bäumler wieder nach Brisbane gezogen ist, sein siebtes Album vor. Sein erstes seit vier Jahren und sein zweites innerhalb von elf Jahren. "Dieser Mann geht nur ins Studio, wenn er an seine Songs glaubt", vermeldet seine deutsche Plattenfirma Tapete Records.

Eingespielt wurden die neun Songs in Berlin, unterstützt wurde er unter anderem von Keyboarder Michael Mühlhaus (früher u. a. bei Blumfeld und Kante) und dem Tindersticks-Schlagzeuger Earl Havin. Das musikalische Spektrum ist breit. Zu hören gibt es eine Mischung aus Bekanntem und Neuem, Forsters Lieder spielen in Buchhandlungen und Bibliotheken, er singt von Mama, die Wäsche aufhängt und vom Wochenende, das genauso langweilig sein wird, wie jenes zuvor. Forster gehört zur literarischen Songwriter-Generation nach Bob Dylan und vor Bonnie Prince Billy. "The jungle is coming up to the door. The birds that are calling are hard to ignore." Wer Forster live erleben möchte (auch mit alten Go-Betweens-Songs): Im Mai spielt er mit Band in Wien (10. Mai, Akzent) und Linz (11. Mai, Posthof).

 

Und diese Bands und Songs machen zurzeit auch noch Freude:

 

Die Heiterkeit: "Was passiert ist" - Chanson-Pop aus Hamburg, eher in Moll angelegt, große Affinität zum Schlager-Rock der 70er.

Sleaford Mods: "Kebab Spider" - Unsere Working Class Heroes aus England rattern weiter Sprechgesang im Stakkato zu Laptop-Punk.

Young Gods: "Figure sans nom" - Der ewige Geheimtipp aus der Schweiz. Mehr als 30 Jahre nach der Gründung bauen sie harten Rock mit Samples zusammen. Klingt schön 70ies-Retro. Live am 4. April in Wien (Flex) und am 6. April in Laibach (Kino Siska).

Little Simz: "Selfish" - Ein softer Moment auf der neuen Platte der Londoner Rapperin. Musikalisch klingt die Platte sehr variabel, Einflüsse von Gil Scott-Heron und The Last Poets.

Solange Knowles: "Things I Imagined" - Die jüngere Schwester der bekannteren Beyonce mit Klängen aus Fusion, Soul und Psychedelic-Jazz. Durchatmen, Zeit nehmen und genießen.

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