Sie sind erst der zweite Intendant, seit das Theater an der Wien in ein Opernhaus zurückverwandelt worden ist. Das heißt, außerhalb von dem, was Ihr Vorgänger Roland Geyer gemacht hat, gibt es keine Tradition. Wie gehen Sie mit dieser sehr speziellen Situation um?
STEFAN HERHEIM: Diese Situation ist tatsächlich eigentümlich, zudem haben wir parallel zur Neuaufstellung des Hauses durch meine Intendanz sehr viele weitere Baustellen. Die Tatsache, dass es im Stagione-Betrieb geführt wird, ist ein wesentlicher Grund, warum ich hier bin. Ich hatte nie den Ehrgeiz Intendant zu werden, und es ist eine Konsequenz meiner Erfahrungen als internationaler Opernregisseur, dass ich nun diese Funktion an diesem Haus übernehme.