Samstagabend auf ORF 2Staatsoper bringt nach 55 Jahren einen neuen "Barbier von Sevilla"

Nach 55 Jahren war es wirklich Zeit für einen neuen "Barbier" am Ring. Herbert Fritschs Inszenierung im abstrakten Bühnenbild und in quietschbunten Kostümen ist teilweise kurzweilig, doch das Kraftzentrum der Aufführung liegt im Orchestergraben.

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"Der Barbier vnn Sevilla": Ildar Abdrazakov (links) und Paolo Bordogna © Staatsoper/Pöhn
 

Da wären: Der jugendliche Liebhaber, ungestüm, eitel. Das schlaue, mit allen Wassern gewaschene Mädchen. Ein ehrbarer Bürger auf Freiersfüßen, so langweilig und eingebildet, dass er zum belachbaren Deppen taugt. Ein intriganter Hauslehrer, mit Freude an verbalem Gift. Und ein lustiger Handwerker, der es sich zu richten versteht. Fertig ist die Komödie. Der „Barbier von Sevilla“ bedient sich zigfach verwendeter komödiantischer Schablonen. Hier geht es nicht um Individuen, sondern um ein Karussell gesellschaftlicher Typen, das sich zur Unterhaltung möglichst schnell drehen soll.

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