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Jazz im Generalihof GrazWo die heimische Jazzszene Hof hält

Das kleine, feine Sommerfestival Jazz im Generalihof ist 30 Jahre jung. Zum Jubiläum bietet man unter anderem spannende Generationentreffen und drei Reiseangebote nach Brasilien.

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Die feinsinnige brasilianische Pianistin Eloá Gonçalves beehrt am 14. Juli mit ihrem Trio den Generalihof © KK
 

Gerhard Kosel kriegt fast ein bissl ein Reminiszenzerl: „Wie schnell diese drei Dezennien vergangen sind, da mich das Grazer Kulturamt beauftragt hatte, das Programm für die Jazzkonzerte im Generalihof zu gestalten!“ Ja, seitdem wurden dort vom gamsbART-Impresario schon so einige Sommer-Acts angeboten, mehr als 200 nämlich. Kosel freut sich trotz der vielen Jahre auf dem Buckel seines kleinen, feinen Festivals jedenfalls, „wie frisch und resch das diesjährige Programm aussieht. Da könnte man doch glatt meinen, dass diese sogenannte Grazer Szene sich doch kräftig und immer wieder verjüngt“.

Als Beispiel nennt er eine Zusammenkunft „definitiv ohne Generation Gap“. Schlagzeuger Roland Hausmeier stockt sein 4tet auf ein 5tet auf, mit einem nicht ganz Unbekannten, Heinrich von Kalnein (sax) soll der heißen. Das Projekt verspricht eine Melange aus Pop, Rock, Punk, Blues, Swing, Afro Cuban und Free Jazz (4. August).

In die Ferne schweifen kann man im Generalihof übrigens auch. Denn Musik aus Brasilien bildet einen Schwerpunkt der acht Konzerte.
Erstens: Pianistin Eloá Gonçalves im Trio, über deren Album „Casa“ (Alessa, 2020) das Magazin Downbeat schwärmte: „Wenn Jazz Konversation ist, wie man sagt, dann ist die Musik der in Graz studierenden Brasilianerin hoch musikalisches Flüstern“ (14. Juli).

Zweitens: Wo Brasilien draufsteht, darf Posaunist und Gitarrist Emiliano Sampaio nicht fehlen; in seinem Meretrio zaubert, wie bei Gonçalves, Luis Oliveira an den Drums (28. Juli).

Drittens: Gitarrist Marco Antonio Da Costa und Pianist Wesley Fagner, beide aus dem Nordosten Brasiliens, mussten erst nach Wien kommen, um zum feinen Duo Samambaia zusammenfinden (25. August).

Den Auftakt im Renaissance-Arkadenhof der Herrengasse 9 macht am 7. Juli um 19.30 Uhr das Quintett um die Herrn Professoren Luis Bonilla (tb) und Sigi Feigl (sax). Weiters mit dabei bei den Mittwochabenden, bei denen neben dem Ohr dank der Weinbar Klapotetz auch der Gaumen genießen darf: Ana Čop & Thilo Seevers, das Anna Keller Grazia Saxophone Quartet und das Petuhov-Ievtushenko European Quartet.

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