KritikTage der neuen Klaviermusik: Eduard Lanner, ein Tausendsassa

Technische Souveränität und wahre Virtuosität dominierten beim Solorecital Eduard Lanner am Freitag bei den Tagen der neuen Klaviermusik Graz.

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Eduard Lanner, Direktor des Fux-Konservatoriums © KK
 

So vielseitig, so brillant, wie sich Eduard Lanner den vornehmlich in Wien beheimateten insgesamt neun Komponisten bei den Tagen der neuen Klaviermusik annahm, man mochte nie und nimmer glauben, dass dem Direktor des Fux-Konservatoriums täglich nur eine knappe Übungsstunde zur Verfügung stand.

Technische Souveränität, die sich oftmals in wahre Virtuosität ergoss, ist eine Sache, doch Lanner ging viel weiter, er wusste Inhalt und Aussage jedes einzelnen der knapp zwei Dutzend gespielten Stücke auf eine so plausible Weise mitzuteilen, dass einer solchen Darstellung nur schwer zu entkommen war. So kam bei den Minoriten im von der Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik (ÖGZM) veranstalteten zweiten Festival-Konzert in einer guten Stunde Spielzeit in keinem Moment auch nur ein Anflug von Langeweile, geschweige denn Mühseligkeit auf.

Den neun von der Jury ausgewählten Komponisten tat dies naturgemäß gut. Pars pro toto mögen die pianistisch überaus anspruchsvollen fünf „Angry Birds“ des Wiener Kompositionsprofessors Daniel Moser hervorgehoben sein. Aus der Grazer Garde kam Gerhard Präsent mit „Five Dedications“ zu Ton.

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