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Grazer BallettpremiereUnd ewig lockt der Tango

Herz, Erotik, Einsamkeit, Leiden(schaft): All das wollen Beate Vollack und das Ballett der Grazer Oper in der Produktion „Tan(z)Go!“ zeigen.

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Ballettdirektorin Beate Vollack erarbeitet mit ihrer 18-köpfigen Compagnie sowie mit einem Akkordeonisten und einem Sänger „Tan(z)Go!“ © Oper Graz/Paulio Sóvári
 

Die Definition des Komponisten Enrique Santos Discépolo wurde quasi zum Inbegriff jenes verlockenden Tanzes, der in den Kaschemmen und Bordellen von Buenos Aires seinen Anfang nahm: „Der Tango Argentino ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann“.

So etwas lässt sich natürlich auch eine Choreographin nicht zwei Mal sagen. Beate Vollack hat sich für die Produktion „Tan(z)Go!“, die am Mittwoch Premiere feiert, jedenfalls beim klassischen Tango Inspiration geholt. „Da führt der Herr die Dame nur mit seinem Körper. Sie lehnt sich an ihn und folgt seinen Signalen von Schulter, Brust, Becken, Beinen und Knien“, heißt es dazu.

Wie die Grazer Ballettdirektorin das umsetzt, dazu muss man nicht bis zum ersten mit Publikum möglichen Abend warten. In einem 25-minütigen Film, der via Homepage des Opernhauses Gusto macht, präsentiert ihre Compagnie das faszinierende Spiel von Distanz und Nähe. Bereits in Carlos Eleta Amaráns „Historia de un amor“ zum Einstieg sind die wichtigsten Worte und damit Stimmungen schon vorgegeben: „corazón“, „soledad“, „pasión“. Ja, Herz, Einsamkeit, Leiden(schaft) sind immer dabei in den Milongas, Habaneras & Co. Und die Erotik natürlich, bis hin ins Intimste gedacht. Kein Wunder also, dass der alte Schlingel George Bernard Shaw einmal sagte: „Der Tango ist der vertikale Ausdruck eines horizontalen Gedankens“.

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