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Kunstuni GrazWie Künstler das Beste aus der Coronakrise machen

Wer eine Dirigentin oder ein Dirigent werden möchte, lernt das durch die Interaktion mit anderen Musikern. Was passiert, wenn Corona diese Form der Ausbildung unmöglich macht? Ein Lokalaugenschein bei einem Dirigier-Seminar in der Grazer Oper, bei dem alles anders war.

Dirigent Roland Kluttig beim Unterricht in der Grazer Oper © KUG/Johannes Gellner
 

Die Lage ist völlig absurd. Wer Dirigent werden möchte, muss das auch in der Live-Situation erlernen, in der gemeinsamen Arbeit mit Orchestermusikern. Corona hat das unmöglich gemacht. Marc Piollet bildet an der Grazer Kunstuniversität die Dirigentinnen und Dirigenten der Zukunft aus: "Die Situation ist desolat", sagt er. Erst seit kurzem ist wieder Präsenzunterricht möglich, davor erfolgte alles über "Zoom". Das Problem: Weil durch die digitale Übertragung bei "Zoom" kleine Zeitverzögerungen entstehen, kann man nicht gemeinsam musizieren, selbst an die Arbeit mit einem Klavier ist nicht zu denken. Die bizarr anmutende Lösung: Man dirigierte alles ohne Ton. Piollet: "Es ist erstaunlich, wie viel man dabei über Technik lernt. Auch ich als Unterrichtender habe dabei neues erfahren." Doch, so der Professor: "Technik kann man so lernen, aber die Kommunikation, die Interaktion, das geht nicht."

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