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Chick Corea gestorbenDer Meister des "Mishmash" ist nicht mehr

Seine Musikwelt war so bunt wie ein Kaleidoskop. Der begnadete Jazzpianist Chick Corea ist nach kurzer schwerer Krankheit 79-jährig gestorben.

Pianist Chick Corea (1941-2011), unter anderem 22-facher Grammy-Gewinner © Concord Records
 

Die Platten von „Return To Forever“, zum Eindruckschinden bei den Mädchen in der Schule. Das weiße Duo-Album mit dem Kongenius Herbie Hancock, in der Schutzfolie gehütet wie ein Heiligtum. Seine „Children’s Songs“, live gespielt bei ersten Lyrik-Lesungen . . . ja, Chick Corea gehörte für unsereins zweifellos zur musikalischen Sozialisation.

Für den jungen Armando Anthony C., der in einer künstlerischen Familie in Massachusetts aufwuchs und seine Welt schon ab vier hauptsächlich in schwarze und weiße Tasten einteilte, gehörten Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Stan Getz und Thelonius Monk dazu, aber auch Mozart und Beethoven.

Bestimmt rührt auch daher das Faible des Pianisten, der rund 100 Alben aufnahm und 22 Grammys sammelte, die Grenzen immer weiter abzustecken und „a mishmash of all kinds of stuff“ zu lieben: „Meine Interessen wechseln so oft, wie das Jahr lang ist“, sagte Corea über seine Entdeckerfreude, „je öfter ich verschiedene Sachen spiele, desto mehr Möglichkeiten finde ich für mich selbst.“

Free Jazz mit Miles Davis, Bebop mit seinem Kinderidol Sarah Vaughan, große Pioniertaten im Jazzrock, Latino-Jazz mit Airto Moreira und Gayle Moran, mit der er seit 1972 verheiratet war: All das waren Teilfarben aus seinem immensen Spektrum, das allerdings nichts mit Beliebigkeit zu tun hatte, denn was immer der Mann mit seinen Bienenfingern angriff, hatte Qualität.

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Danke für Ihr Verständnis.

mobile49
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RIP

zum trost bleiben die vielen tonträger von ihm
danke

gonzolo
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Thanks Chick!

... but Your Music will "Return to Forever"!

RIP!