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Platée am Theater an der WienDas bittere Los einer hässlichen Nymphe

Wie Corona eine exemplarische Aufnahme von Rameaus „Platée“ möglich machte.

Gemeinsam mit dem Cast, der hier schon 2014 mit Rameaus „Platée“ rauschende Erfolge gefeiert hatten, entstand letzte Woche eine Aufnahme, die Preise einspielen könnte. © (c) Werner Kmetitsch
 

Ein paar Sesselreihen stehen im Foyer des Theaters an der Wien, sie mussten Aufnahmegerätschaft weichen. Unitel nutzt die Verbannung des Publikums zu Aufnahmen unter Idealbedingungen. Techniker wuchteten einen Kamerakran ins Parterre, William Christie und sein formidables Ensemble Les Arts Florissants reisten trotz Lockdowns aus Paris an. Gemeinsam mit dem Cast, der hier schon 2014 mit Rameaus „Platée“ rauschende Erfolge gefeiert hatten, entstand letzte Woche eine Aufnahme, die Preise einspielen könnte. Witzige mythologische Stoffe haben Seltenheitswert. In Jean-Philippe Rameaus „Platée“ nehmen die sonst eher humorlosen Götter sich und ihre Obsessionen selbst aufs Korn. Jupiter will seiner stets und mit gutem Grund eifersüchtigen Gattin Juno eine Lektion erteilen. Gemeinsam mit olympischen Kollegen inszeniert er seine Hochzeit mit der berüchtigt hässlichen und dennoch sehr von ihrer Attraktivität überzeugten Sumpfnymphe Platée. Junos Empörung schlägt in Hohngelächter um.

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