Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

KritikRückkehr der Grazer Oper: Eine Frage der Emotionen

Es war soweit: Nach fast drei Monaten coronabedingter Zwangspause ging der Eiserne Vorhang in der Grazer Oper wieder nach oben. Der Abend mit dem Ensemble entwickelte sich umständehalber zur hochemotionalen Angelegenheit.

Sieglinde Feldhofer bei der Wiedereröffnung der Grazer Oper © Wolf/Grazer Oper
 

Drei Monate war das Haus verstummt. Dass die Wiederbegegnung mit den Stimmen des Ensembles zur emotionalen Angelegenheit werden würde, war klar - aber das Ausmaß war dann noch frappierend. Seit eineinhalb Jahrhunderten gibt es Tonaufzeichnungen, die Technik hat sich enorm verfeinert und verbessert und doch: Es ist offenbar niemals gelungen, eine menschliche Singstimme wirklich verlustfrei aufzuzeichnen. Irgendetwas geht bei der elektronisch-mechanischen Übertragung verloren. Die Präsenz der Stimme, die Fülle ihres Wohllauts lässt sich nicht technisch reproduzieren.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren