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Kunstuniversität GrazEin Bewerb, benannt nach einer Cello-Pionierin

Die Kunstuniversität rief zu ihrem 1. Internationalen Cello-Wettbewerb „Anna Kull“. Nun kommen 90 Teilnehmer aus 30 Nationen.

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Meistercellistin Anna Kull (1841-1923) © KK
 

„Schöner, weicher Ton, elegante Spielweise, namentlich ein herzenswarmes Cantabile, sind die Vorzüge dieses kaum achtzehnjährigen und schönen Mädchens“. So schrieb ein Kritiker 1860 in Frankfurt über ein Konzert von Anna Kull (1841-1923).

Die Schweizerin war eine der ersten bekannten Cellistinen. In München, Paris oder London vom Königshaus gefeiert, spielte das Wunderkind aber schon ab dem Alter von 19 Jahren kaum mehr öffentlich. Es wird vermutet, dass die Eltern nach dem frühen Tod der älteren Schwester um Annas Gesundheit fürchteten. Im Dezember 1877, mit 36, trat Kull nochmals in einer Wohltätigkeitsgala in Graz auf. In einem Bericht darüber hieß es: „In dem angeführten Concert wirkte noch mit: die Vlcell. Frl. Kull, Kammervirt. der Königin von England...“

Der weitere Lebensweg von Anna Kull ist unbekannt – außer, dass sie 1923 während eines Besuchs auf Schloss Trient starb und ihr Violoncello der Stadt Graz vererbte.

Kein Wunder also, dass die Kunstuniversität Graz ihren heuer erstmals ausgerichteten Cello-Wettbewerb nach der Ausnahmemusikerin benannte. 90 junge Cellistinnen und Cellisten aus 30 Nationen bewarben sich dafür und stellen sich ab 10. Februar einer Jury um David Geringas, Julian Arp sowie KUG-Vorständin und Initiatorin Anke Schittenhelm.

Besonderes Augenmerk wird auf die Programmauswahl gelegt, die die künstlerische Persönlichkeit der Teilnehmer in den drei Altersgruppen der Jahrgänge 2000-2006 in den Vordergrund rücken soll und Teil der Beurteilung ist. Auch Musikvermittlung wird großgeschrieben. Und der Leitgedanke des Wettbewerbs soll stets im Vordergrund stehen: „suonare cantante“ – „singend spielen“.

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