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Donizetti-PremiereZünftige Verwirrspiele auf der Alm

Der Amthof Feldkirchen erlebte eine gelungene österreichische Erstaufführung von Gaetano Donizettis Buffo-Oper „Gianni aus Paris“.

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In Donizettis „Gianni di Parigi“ geht die Post ab © Reinhard Bimashofer/KK
 

"Hollajetullijo“: Bevor der erste Ton fällt, wird erst einmal gejodelt. Sowohl die Pianistin als auch alle Sänger lassen vor dem ersten Auftritt jeweils einen Jubelschrei los. Ulla Pilz verlegt die Geschichte von „Gianni aus Paris“ von Gaetano Donizetti, die eigentlich im Nirgendwo zwischen Spanien und Frankreich spielt, in den Landgasthof „Zur Post“ auf die Alm, wo es auch optisch recht zünftig zugeht: Rohe Holztische, weiß-rot-karierte Tischtücher, Jagdtrophäen an den angedeuteten Raumelementen, dralle Dirndln und knackige Lederhosen und ein „Klohäusl“ mit eingeschnittenem Herz, in dem sich Oliviero, der Diener der Prinzessin, in den Haushofmeister des Gianni, nunmehr mit Kilt, verwandelt. Pilz, die die Rolle der Kellnerin Josepha auch sängerisch mit leichtem Sopran übernommen hat, hat eine eigene deutsche Fassung mit durchaus witzigen Texten statt der Rezitative kreiert. Mit leichter Hand und vielen Gags hat sie die Geschichte, die irgendwie an den Haaren herbeigezogen wirkt, lebendig zum Gaudium des Publikums inszeniert. Denn im Gasthof gibt es allerlei komische Verwicklungen und einen Streit zwischen der Prinzessin von Navarra und dem Dauphin von Frankreich, der hier inkognito als Gianni auftaucht, darüber, wer hier wohnen und essen dürfe. Zuletzt siegt, wie so oft, die Liebe und es gibt zwischen den beiden ein Happy End.

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