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styriarte"The Golden Age Show" als buntes Gesamtkunstwerk

Auch wenn das wirklich Schrille fehlte: Fetish Baroque zeigte in der List-Halle, wie Chaconne und Pole Dance, schillernde Arien und Bodypainting zusammengehen.

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Fetish Baroque und Gemma Bertagnolli in der "Golden Age Show" © styriarte/Andy Joe
 

Hätte Stanley Kubrick in „Eyes Wide Shut“ nicht auf eine traumnovellige Orgie hinter venezianischen Masken inklusive das gruselige Zweitöne-Klavierthema von György Ligeti gesetzt, sondern auf eine ausgelassene Party im Goldrausch inklusive Alte-Musik-Pracht: Fetish Baroque wäre eine ideale „Band“ gewesen. Das internationale Ensemble um den Grazer Gambisten Georg Kroneis hatte in ähnlicher Besetzung schon in Köln oder Antwerpen mit „Greatest Hits“ gezeigt, wie reibungslos Chaconne und Pole Dance, schillernde Arien und Bodypainting zusammengehen.

Nun hatte die zweite Produktion bei der styriarte Premiere: „The Golden Age Show“ war zwar keineswegs so „schrill“ wie angekündigt. Aber erstens hatte die Kärntner Bodypainterin Birgit Mörtl nicht nur ganz tief in den Goldfarbtopf gegriffen, sondern auch für köstliche Kostüme und ironischen Laufhaus-Schick auf der Bühne gesorgt. Und zweitens hatten die sieben Originalklangmeister sichtlich und hörbar Spaß an dem Konzert in Verkleidung: Dem musikalischen Leithammel Michael Hell wurden passenderweise gedrehte Hörner aufgesetzt, mit denen er am Cembalo stand oder als Faun mit unendlichen Girlandentönen an der Flöte Poledancerin Mersiha Bulić bei ihrer ästhetischen Akrobatik becircte.

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