1960er in Wien"Aufzeichnungen aus der Unterwelt": Strizzis, Gspritzte und Kieberer

Der Dokumentarfilm „Aufzeichnungen aus der Unterwelt“ ist ein großartiges Stück Zeitgeschichte: mit Gaunern, Revierkämpfen und dem Stoß-Spiel. Jetzt im Kino.

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Wienerliedsänger Kurt Girk und Strizzi Alois Schmutzer stehen im Fokus von "Aufzeichungen aus der Unterwelt" © Stadtkino Filmverleih
 

Den einen nannte man „Frank Sinatra von Ottakring“, den anderen taufte die Boulevardpresse „König der Unterwelt“. Die Rede ist vom Wienerliedsänger Kurt Girk und von der Meidlinger Rauf-Instanz Alois Schmutzer. Und weil Schlagzeilen über letzteren die Auflage nicht unbedingt negativ beeinflussten, marschierte Schmutzer einmal tatsächlich bei der „Kronen Zeitung“ auf, um sich einen Anteil für die Storys unter seinem Namen abzuholen. Beide Männer waren befreundet und zählten zu den legendären Strizzis im Wien der 1960er. Im Dokumentarfilm „Aufzeichnungen aus der Unterwelt“ berichten sie von einem Wien, das längst nicht mehr existiert, ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg und bitteren Gesellschaftskämpfen. Beim Gschichtldruckn in Hinterzimmern könnte man ihnen ewig zuhören.

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