Er wirkte in diversen Erfolgsserien mit, ist ein begnadeter Charakterschauspieler und auch in Hollywood als Actionstar gefragt: Idris Elba. Fans des gebürtigen Briten dürfen dessen Talent demnächst gleich zweimal auf der Leinwand bestaunen. Ab heute bekommt er es im Survival-Thriller „Beast“ mit einem blutrünstigen Löwen zu tun – und begeistert in der Rolle eines Familienvaters mit seinem natürlichen Charisma. Nächste Woche spielt er in „Three Thousand Years of Longing“, der neuesten Phantasmagorie von „Mad Max“-Schöpfer George Miller, einen Jahrtausende alten Dschinn.


Die Reise des 49-Jährigen begann als Sohn westafrikanischer Arbeiter ganz unscheinbar: es war eine Zeitungsanzeige für ein Theaterstück, die den Grundstein für seine Schauspielkarriere legte. Der jugendliche Idris sprach erfolgreich für die Aufführung vor und wurde direkt von seinem ersten Agenten unter die Fittiche genommen. Während seiner Ausbildung am prominenten National Youth Theatre in London, trat er nebenbei immer wieder in Nachtclubs als DJ auf. Eine Leidenschaft, die er unter dem Pseudonym „Big Driis“ weiterhin als zweites Standbein auslebt.
Der Durchbruch fern von der Bühne erfolgte 2002, als er eine Hauptrolle in der umschwärmten HBO-Serie „The Wire“ ergatterte.


Denkwürdige Auftritte in Blockbustern wie „Thor“ oder „Prometheus“ machten Elba später einem breiteren Publikum bekannt. Gekonnt wechselt der Mime zwischen Krachbumm-Action, tiefer gehendem Drama und leichtfüßiger Komik. Nicht umsonst galt das Allround-Talent lange als Favorit für die Bond-Nachfolge. Erst vergangene Woche nahm sich der Schauspieler dann aber selbst aus dem Rennen. Viel lieber möchte er
„etwas für sich selbst schaffen“. Und eben der Wille, sich kaum Konventionen zu beugen und stets seine eigenen Ziele zu verfolgen, ist es, der Idris Elba zur Ausnahmeerscheinung in Hollywood macht.