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InterviewDiagonale-Intendanten zur Festivalzukunft: „Eine künstliche Grenze bricht ein“

Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber: das Intendanten-Duo der Diagonale über die Krisenfolgen für Österreichs Kino und die Notwendigkeit, über Filme streiten zu können.

DIAGONALE FILMFESTIVAL: PRESSEGESPRAeCH 'PROGAMM-PREVIEW UND BEKANNTGABE DES EROeFFNUNGSFILMS / SCHERNHUBER / HOeGLINGER
Diagonale-Intendanten Schernhuber, Höglinger: : Die „Kulturnation“ hat sich als Label ohne echtes Fundament erwiesen © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Das Festival Diagonale war im März eines der ersten Opfer dieser Pandemie. Wie blicken Sie nun darauf zurück?
PETER SCHERNHUBER: Die Absage kam tatsächlich vor dem Lockdown. So schmerzhaft die Entscheidung auch war, es war rückblickend die richtige. Der Kulturbetrieb wurde durch Corona zur Kenntlichkeit entstellt – aber nicht wegen Corona. Es haben sich Dinge zugespitzt, die schon vorher im Argen lagen. Wir wehren uns immer, einer Krise etwas Positives abzugewinnen, weil es dann immer ins Ideologische kippt. Aber: Es wurde wieder breitenwirksam über Kulturpolitik diskutiert. Und bemerkt, dass der Begriff der Kulturnation eigentlich eine Farce ist. Ein Label, das überhaupt nicht auf einem strukturellen Fundament steht.

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