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Neu im KinoWelche Filme sich lohnen und welche nicht

Mark Ruffalo brilliert als Anwalt mit Gewissen in einem Umweltskandal, eine Doku sucht die digitale Seele, Porträt einer Legende des Sex-Talks und Isabelle Huppert stellt als Drogendiva das patriarchale System auf den Kopf.

Mark Ruffalo in "Vergiftete Wahrheit"
Mark Ruffalo in "Vergiftete Wahrheit" © Tobis
 

Vergiftete Wahrheit

Bewertung: ****

"Spotlight“, „Richard Jewell“ oder „Erin Brokovich“: Geschichten wie diese brauchen die Leinwand, und die Amerikaner lieben diese Storys. Heldinnen und Helden, oftmals Underdogs, die trotz aller Widerstände Skandale aufdecken, die auf wahren Begebenheiten basieren. Filme wie diese laden zur kritischen Innenbeschau ein, bei hollywoodverträglicher Ausleuchtung, versteht sich.  „Vergiftete Wahrheit“ („Dark Waters“) ist so ein Fall. Basierend auf einem Artikel von Nathaniel Rich im New-York-Times-Magazin erzählt der düstere Ökothriller unter der Regie von Todd Haynes vom Umweltskandal des Chemiekonzerns DuPont, der jahrzehntelang wissentlich giftige Chemikalien in West Virgina in die Luft blies und in den Ohio River kippte. Durch verseuchten Abwasserschlamm, der auf dem Firmengelände lagerte, gelangte die Chemikalie PFOA zudem in die Grundwasserversorgung. Das kontaminierte Trinkwasser führte zu Krebsfällen in weiten Teilen der Bevölkerung, auch viele Tiere erkrankten. Der Anwalt Robert Bilott klagte den Konzern. 2017 gewann er. Und DuPont musste mehr als 670 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen.

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