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Filmfestspiele BerlinaleKinos fordern Ausschluss von Netflix-Film aus Bewerb

Mehrere Kinobetreiber haben den Ausschluss des Netflix-Films "Elisa y Marcela" aus dem Wettbewerb der Berlinale gefordert. Zhang Yimous neues Werk scheidet hingegen aus technischen Gründen aus.

Greta Fernández und Natalia de Molina im Netflix-Aufreger "Elisa y Marcela"
Greta Fernández und Natalia de Molina im Netflix-Aufreger "Elisa y Marcela" © QUIM VIVES
 

Mehrere Kinobetreiber haben den Ausschluss eines Netflix-Films aus dem Wettbewerb der Berlinale gefordert. Es deute alles darauf hin, dass Isabel Coixets Drama "Elisa y Marcela" nicht regulär ins Kino komme, meinen sie. "Wir fordern daher, den Beitrag außer Konkurrenz zu zeigen", heißt es in einem Brief an Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Bisher hätten rund 160 Kinobetreiber den Aufruf unterschrieben, teilte der Verband AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater am Montag mit. Nach früheren Angaben Kosslicks wurde dem Festival versichert, dass der Coixet-Film in Spanien ins Kino kommt.

Streamingdienste produzieren immer mehr eigene Filme. Es gibt aber Debatten, ob sie bei Filmfesten mitmachen sollen. In Cannes gab es Auseinandersetzungen. In Venedig dagegen ging der Netflix-Film "Roma" ins Rennen und gewann den Goldenen Löwen. Die Kinobetreiber fürchten um ihre Geschäfte, weil Filme von Streamingdiensten oft nicht oder nur kurz ins Kino kommen.

Fix nicht mehr im Wettbewerb um die Berlinale-Bären ist indes "Yi miao zhong (One Second)" von Regisseur Zhang Yimou vertreten. Das Werk werde aus technischen Gründen nicht mehr rechtzeitig fertig, teilten die Festspiele mit. Um die Preise, die am Samstag verliehen werden, konkurrieren damit noch 16 Filme.

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