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Serienweise SpannungVerschneite Wälder und rote Spuren: "Der Pass" startet auf Sky

Nicholas Ofczarek und Julia Jentsch jagen in acht Episoden einen Serienkiller. Die deutsch-österreichische Koproduktion ist ab 25. Jänner in Doppelfolgen zu sehen.

julia Jentsch und Nicholas Ofczarek in der neuen Serie "Der Pass"
julia Jentsch und Nicholas Ofczarek in der neuen Serie "Der Pass" © Sky
 

Mit ihrem Elan kann er gar nichts anfangen: Mitten im verschneiten Hochgebirge stehen sich an der Grenze zwischen Salzburg und Bayern zwei Polizisten gegenüber. Gedeon Winter bringt eine dort aufgefundene Leiche nicht aus der Ruhe, in Ellie Stocker arbeitet es hingegen auf Hochtouren. Was beide in der Serie "Der Pass" zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Dieser Fall wird sie länger beschäftigen.

Ab 25. Jänner ist auf Sky die deutsch-österreichische Koproduktion zu sehen, in der Nicholas Ofczarek (Winter) und Julia Jentsch (Stocker) auf einen kühl berechnenden Serienkiller treffen. Beim titelgebenden Pass handelt es sich übrigens nicht um die gebirgige Verbindung zwischen den Ländern, sondern wird auf den Krampusbrauch in der Region Bezug genommen. Rituale und Mystik scheinen keine kleine Rolle zu spielen in diesem Katz-und-Maus-Spiel, auf das sich die Ermittler - im Fall von Winter ziemlich widerwillig - einlassen müssen.

 

Denn mit einem Toten ist es eben nicht getan. Wäre die eigenwillige Drapierung des Körpers über einem Grenzstein sowie das Pferdehaar in seinen Händen nicht genug, erhält ein Journalist einer Münchner Tageszeitung (Lucas Gregorowicz) ein Audiofile zugespielt, auf dem vermutlich der Tote zu hören ist. Mit tränenerdrückter Stimme fabuliert er von einer Reinigung der Gesellschaft und schließt gewissermaßen mit dem Motto des Mörders: "Die rote Jahreszeit bricht an."

Inneralpine Thrilleratmosphäre

Angelehnt an die dänisch-schwedische Erfolgsserie "Die Brücke", hat das Regie- und Drehbuchgespann Cyrill Boss und Philipp Stennert eine inneralpine Thrilleratmosphäre geschaffen, die im weiteren Verlauf unzählige gesellschaftspolitische Erzählstränge offenbart und nur äußerst vage mit den Motiven der Vorlage hantiert. Korrupte Polizisten, mafiöse Verstrickungen und nach Aufmerksamkeit gierende Medien sind da ebenso mit von der Partie wie Rechtspopulisten und eine undurchsichtige Sekte. Dass all diese Ebenen einigermaßen ineinandergreifen, ist zum Teil der klugen Verortung der Handlung zu verdanken. Zwischen minimaler Urbanität und maximalem Naturfeeling gelingen Kameramann Philip Peschlow vielfach äußerst effektvolle Bilder.

Darstellerisch weiß allen voran Ofczarek als gebrochener und zunächst ziemlich unsympathischer Polizist zu überzeugen. Unfreiwillig von Wien nach Salzburg verlegt, setzt er dort alles daran, bloß mit niemandem mehr als ein paar schnippische Worte zu wechseln. Der mehr als gelegentliche Drogen- und Alkoholkonsum tut sein übriges. Allerdings greift irgendwann der kriminalistische Ehrgeiz angesichts eines Mörders, der kaum Spuren hinterlässt und immer deutlicher eine Agenda an den Tag legt.

Winter gegenüber steht die junge und motivierte Ellie Stocker, der Jentsch ein freundliches, beizeiten gar naives Gesicht verleiht. Dabei sollte aber nicht übersehen werden, dass sie mit reichlich Engagement an den Fall herangeht - ein Umstand, der sich im weiteren Verlauf noch mehrfach bezahlt machen wird. Einfach wird es dem Duo in diesen acht Episoden jedenfalls nicht gemacht. Einziges Manko dabei: Die explizite Härte und atmosphärische Dichte der Auftaktfolgen verliert sich zusehends. Dafür rücken die Darsteller und ihre inneren Befindlichkeiten mehr in den Fokus.

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