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Zum 100. GeburtstagIngmar Bergman: Schonungsloses Kino aus der Kälte

Tiefer als Ingmar Berman hat kein Filmregisseur in der Seele gewühlt. Eine Hommage.

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Seelenschau mit der Kamera: der schwedische Regisseur Ingmar Bergman (1918–2007) © APA/AFP/SCANPIX SWEDEN/BONNIERS
 

Gegen Ende von Ingmar Bergmans letztem Kinofilm, „Fanny und Alexander“, kommt es zu einer Schlüsselszene. Dem Buben Alexander erscheint sein verstorbener Stiefvater. Der emotional ausgetrocknete Bischof Vergérus, unter dessen Regiment Alexander, seine Schwester Fanny und Mutter Emilie fast zugrunde gegangen wären, kehrt als Gespenst zurück, schlägt den Buben und droht: „Mich wirst du im Leben nicht mehr los.“ Die unheimliche Begegnung mit dem Quälgeist steht beispielhaft für Bergmans Weltsicht. Die Unterdrückung, der das unschuldige Kind ausgesetzt war, gräbt sich tief in die Seele. Der am 14. Juli im schwedischen Uppsala geborene Bergman hat häufig Autobiografisches verarbeitet, in „Fanny und Alexander“ auch seine als Unglück wahrgenommene Kindheit.

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