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Theater im BurghofMedeas Argonaut wollte einfach schöner wohnen

Ein kurzer, intensiver Abend mit bitterer Diagnose: „Medea Matrix Gold“ vom Theater Wolkenflug im Klagenfurter Burghof.

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Magda Kropiunig als Medea und Kai Möller als Jason in schicksalshafter Verstrickung © Gerhard Maurer/Theater Wolkenflug
 

Wenn man 2452 Jahre auf dem Buckel hat, dann sind die 18 Monate, die „Medea“ wegen der Pandemie in der Warteschleife gehangen ist, kaum der Rede wert. Trotzdem war die Erleichterung beim Theater Wolkenflug, das mittlerweile fünfte Antikenprojekt endlich herzeigen zu können, groß. Auch Landeshauptmann Peter Kaiser eilte von der Eröffnung des Bachmann-Bewerbs im ORF-Theater in den Burghof und landete punktgenau: „Ich bin neben Jason wahrscheinlich der einzige Mann, der hier zu Wort kommt“. Keineswegs der einzige Grund, das bisschen Kulturstress zu loben.
Die Geschichte ist bekannt und beschäftigt die Kulturszene seit Jahrhunderten: Aus Liebe verhilft die zauberkundige Medea dem Argonautenführer Jason zum Goldenen Vlies und muss mit ihm aus ihrer Heimat Kolchis fliehen. In Korinth orientiert sich Jason neu – er integriert sich durch Heirat mit der Königstochter in die Gesellschaft. Medea, in der Fremde fremd geblieben, tötet ihre beiden Kinder, um sich an dem untreuen Ehemann zu rächen. So weit, so Euripides, dessen Tragödie „Medea“ auf das Jahr 431 vor Christus datiert wird.

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