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neuebuehnevillachDie Liste der schönen Dinge

Darf beim Thema Selbstmord auch gelacht werden? Aber ja. Wie das funktioniert, zeigt die neuebuehnevillach im Rahmen von „Theater am Schiff“ mit dem Solostück „All das Schöne“ von Duncan Macmillan.

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Clemens Matza und Michael Erian auf dem Theaterschiff © neuebuehnevillach
 

Der Junge ist sieben Jahre alt, als seine Mutter ihren ersten Selbstmordversuch unternimmt. Als sein Vater ihn von der Schule abholt, spürt er sofort, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Er hat ein Gefühl, als würde sich eine unsichtbare Falltür auftun, noch bevor das erste Wort gesagt ist. Dieses eine, unbestimmte Gefühl, wird den Jungen sein ganzes weiteres Leben begleiten. Genau so wie die Liste: 1.  Schokoladeeis oder Vanilleeis,  2. Wasserschlachten, 3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen, 4. Die Farbe blau. Die Liste ist die Strategie, die der Junge wählt, um mit dem ersten Selbstmordversuch seiner Mutter – weitere werden folgen – fertig zu werden. Auf die Liste schreibt er alles auf „wofür es sich zu leben lohnt“ –  26. Ins Meer pinkeln, und keiner merkt`s;  313. Ein Klavier in der Küche – und gibt ihr den Titel „All das Schöne.“

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