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Konzerte und Ausstellung Der St. Pauler Kultursommer ist eröffnet

In der Stiftskirche St. Paul im Lavanttal wurden am Samstag der 41. St. Pauler Kultursommer und die aktuelle Ausstellung im Stiftsmuseum „Zur Hölle mit dem Himmel?“ eröffnet.

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In St. Paul wurde der 41. Kultursommer eröffnet © (c) LPD Kärnten/Emhofer
 

In der Stiftskirche St. Paul im Lavanttal wurden am Samstag der 41. St. Pauler Kultursommer und die aktuelle Ausstellung im Stiftsmuseum „Zur Hölle mit dem Himmel?“ eröffnet. In seiner Eröffnungsrede betonte Landeshauptmann Peter Kaiser, die wichtige Rolle von Kunst und Kultur sei gerade durch die Corona-Krise wieder stärker ins Bewusstsein gerückt. „Ohne Kunst und Kultur ist es sehr still. Es ist eine Entsagung von gewohnter, grenzüberschreitender, verbindender Kommunikation“, meinte der Landeshauptmann. Den St. Pauler Kultursommer bezeichnete er als wichtigen Vermittler von Kultur und Musik im vielfältigen Kulturland Kärnten.

Als Vorsitzender im Verein Freunde des St. Pauler Kultursommers sagte Pater Siegfried Stattmann, der Veranstaltungsreigen werde nun als „Plan B mit Auflagen“ durchgeführt. Stattmann freute sich über die spürbare Lebensfreude und zitierte einen Philosphen mit „Musik wäscht den Staub von der Seele“. Stiftsadministrator Pater Marian Kollmann hob hervor, dass die Kulturvermittlung seit jeher eine wichtige Aufgabe der Benediktiner sei. Über das Programm des St. Pauler Kultursommers informierte der künstlerische Leiter Siegi Hoffmann. So biete man als „kultureller Nahversorger“ insgesamt 19 Veranstaltungen.

Die Ausstellung

Über die Ausstellung im Stiftsmuseum sprach Museumsleiter Pater Gerfried Sitar. Bei „Zur Hölle mit dem Himmel?“ geht es laut dem Untertitel um die Geschichte der Seuchen zwischen Bangen und Hoffen. Sitar betonte, dass es in der Geschichte immer Seuchen, ausweglose Situationen und Menschen, die an der Zukunft zweifelten, gegeben habe. Es habe aber immer auch Menschen gegeben, die quergedacht haben. Sitar erwähnte u.a. die Pockenimpfung unter Maria Theresia und Papst Pius VII., der 1822 die Pockenimpfpflicht im Vatikan eingeführt hatte. Am Ende der Ausstellung – sie ist bis November geöffnet – steht laut Sitar ein Ausblick in eine bessere Zeit: „Der Mensch findet sein verlorenes Paradies wieder“.

Im Stift St. Paul finden wieder hochkarätige Konzerte und eine sehenswerte Ausstellung statt Foto © KK

Der Festvortrag

Den Festvortrag hielt der Theologe und Psychotherapeut Arnold Mettnitzer. Passend zum Pfingstfest hatte er den Titel „Feuergeist soll mich verkohlen – Die Kunst als Notschrei, wo die Welt verstummt“ gewählt. Er betonte, dass Pfingsten ein Hochfest der Kirche sei, aber nicht in der Kirche bleiben dürfe: „Die Kirche hat den Heiligen Geist nicht gepachtet.“ Einen Schwerpunkt seines Vortrages bildete der Umgang mit Sprache. Und Mettnitzer mahnte: „Geist und auch den Heiligen Geist gibt es nicht, wenn wir uns nicht um ihn kümmern. Wenn ein Klima herrscht, wo Geist wachsen kann, hat er eine Chance – sonst verkümmert er.“

Für die musikalische Umrahmung der Eröffnung sorgte das Bläserensemble der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle St. Paul unter Leitung von Adi Streit. Am Saxophon begeisterte Edgar Unterkirchner.

 

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