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Gerhard-Rühm-SchauBilder eines dichtenden Musikers im Musil-Haus

Das Musil-Institut würdigt den 90-jährigen Universalkünstler Gerhard Rühm.

Kurator Erec Gellautz vor Werken Gerhard Rühms im Musil-Institut © Markus Traussnig
 

Ernst Jandl würdigte ihn einst als „Mutter“ der Wiener Gruppe, die gemeinsam mit ihren „Sprösslingen“ Artmann, Bayer & Co. eine Art poetischen Wiederaufbau nach 1945 wagte. Doch nicht nur als sprachkünstlerische „Trümmerfrau“ hat sich Gerhard Rühm einen Namen gemacht. Der Sohn eines Wiener Philharmonikers studierte zunächst Klavier und Komposition und nahm Unterricht beim Zwölftöner Josef Matthias Hauer. Eine Folge davon waren avantgardistische Kompositionen mit Titeln wie „geräuschsymphonie“ oder „ein-ton-musik“.
Dass Rühm letztlich zum Professor für freie Grafik an der Kunsthochschule Hamburg avancierte, wo er bis 1995 lehrte, führt sein enormes künstlerisches Potenzial vor Augen. Im Klagenfurter Musil-Haus ist nun sein komplexes Schaffen in konzentrierter Form zu bestaunen. In einer kleinen Werkschau, die der Kulturwissenschaftler Erec Gellautz in den Räumen des Musil-Instituts zusammengestellt hat, trifft man vor allem auf Beispiele von Rühms visueller Poesie und Musik.

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