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LiebesgeschichteNorbert Kröll: Von einer Beziehung im Konjunktiv

Psychogramm eines sensiblen Unsensiblen: Der Villacher Norbert Kröll legt mit „Wer wir wären“ sein zweites Buch vor. Traurig, stark.

Norbert Kröll © Ingo Pertramer
 

Sie sind bald beste Freunde. Und es verbindet sie mehr, als das gemeinsame Interesse für Kunst: Der Ich-Erzähler Albert will Restaurator werden, der Student Klaus mit dem charmanten Lächeln Bildhauer. Changierend zwischen tiefer Freundschaft und aufkeimender Liebe entwickelt sich eine intensive Beziehung – die abrupt zum Stillstand kommt. Denn Albert erkennt erst spät die Anzeichen einer psychischen Krankheit bei Klaus und bricht im Schock den Kontakt ab. Dass er die beginnende Schizophrenie seines Freundes nicht früher bemerkt hat, setzt ihm ebenso zu wie seine Unfähigkeit, darauf angemessen zu reagieren. Er hadert und flüchtet. Vorerst in eine Ehe mit der verständnisvollen und patenten Elisabeth: „Vor mir stand ein Mensch, dachte ich, der sich sicher war. Ein Mensch, der wusste, wer er war und was er tat und warum.“

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