Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Am 16. JännerStargalerist Thaddaeus Ropac wird 60

Ursprünglich wollte er selbst Künstler werden, doch schon früh schlug der 1960 in Klagenfurt geborene Thaddaeus Ropac eine andere Richtung ein, die ihn bis heute zu einem der erfolgreichsten Galeristen zeitgenössischer Kunst weltweit gemacht hat.

FRANCE-ART-PORTRAIT-ROPAC
Thaddaeus Ropac in Paris vor einem Werk von Alex Katz © APA/AFP/JOEL SAGET
 

Ursprünglich wollte er selbst Künstler werden, doch schon früh schlug der 1960 in Klagenfurt geborene Thaddaeus Ropac eine andere Richtung ein, die ihn bis heute zu einem der erfolgreichsten Galeristen zeitgenössischer Kunst weltweit gemacht hat. Am Donnerstag (16. Jänner) feiert der Stargalerist seinen 60. Geburtstag.

Mit Standorten in Salzburg, Paris und London betreibt er mittlerweile ein globales Kunstunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern und Künstlern wie Andy Warhol, Joseph Beuys oder Anselm Kiefer, die er zum Teil exklusiv im Portfolio hat.

Dass Ropacs Händchen für Künstler und Kunden besser geeignet ist, als für die Kunst selbst, stellte sich schon Anfang der 1980er-Jahre heraus. Tatsächlich war es Joseph Beuys, der seine Faszination für moderne Kunst auslöste, dessen Installation "Nasse Wäsche (Jungfrau)" er in Wien sah. Um den Künstler persönlich kennenzulernen, reiste Ropac nach Düsseldorf, wo Beuys zufälligerweise Helfer für die Übersiedlung einer Ausstellung suchte. Als Lohn erhielt Ropac nach einiger Zeit bei Beuys ein vom Künstler auf eine Serviette geschriebenes Empfehlungsschreiben an Andy Warhol - Ropacs Fahrkarte nach Amerika.

Warhol und Beuys zählten zu Thaddaeus Ropacs wichtigsten Einflüssen und Kontakten. Der Galerist ist mittlerweile sogar für die internationale Repräsentation des Nachlasses von Beuys verantwortlich. Auch Warhol hing früh in Ropacs erster Galerie, die er nach vergeblicher Suche in Wien schließlich in Salzburg eröffnete.

Noch heute schätzt Ropac Salzburgs Kulturleben und hat mittlerweile zwei Standorte in der Stadt. Die historische Villa Kast als erster Standort am Mirabellplatz bekam 2010 mit der Salzburg Halle mit 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche große Gesellschaft.

Thaddaeus Ropac hat mittlerweile Paris zu seinem Zentrum gemacht, wo er 1990 im Marais-Viertel seinen ersten internationalen Standort eröffnete. Auch hier gibt es mittlerweile eine zweite Dependance. 2012 öffnete eine zum Ausstellungsort umgebaute ehemalige Kesselfabrik aus dem frühen 20. Jahrhundert ihre Tore im Pariser Nordosten. Jüngstes Mitglied in der internationalen Standortfamilie ist seit 2017 das Ely House, eine Galerie in der Londoner Dover Street.

Thaddeus Ropac selbst wollte der APA gegenüber seinen 60. Geburtstag lieber unkommentiert lassen. Ihm persönlich sei ein anderes Jubiläum wichtiger: Die Pariser Galerie feiert im Herbst diesen Jahres nämlich ihr dreißigjähriges Bestehen.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren