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Festspiele ReichenauWohlzelebriert: "Ein Monat auf dem Lande"

Die russische Seele begeht einmal mehr ihre wohlzelebrierte Wiederkehr. Premiere war am Dienstagabend.

Wohlzelebriert: "Ein Monat auf dem Lande"
Wohlzelebriert: "Ein Monat auf dem Lande" © APA/ROBERT JAEGER
 

Auch die zweite Produktion der Festspiele Reichenau ist eine Neuauflage: Nach Beverly Blankenships Inszenierung im Jahr 1998 hat sich nun Hermann Beil Iwan Turgenjews "Ein Monat auf dem Lande" angenommen. Die russische Seele begeht einmal mehr ihre wohlzelebrierte Wiederkehr. Premiere war am Dienstagabend.

Offenbar reicht es ja schon aus, dass in einem russischen Theaterstück niemand zu Tode kommt, um die Bezeichnung "Komödie" zu rechtfertigen. Viel zu lachen gibt es nicht unbedingt, abgesehen von der köstlichen Szene gleich nach der Pause, als der Arzt Schpigelskij (ausgezeichnet: David Oberkogler) der Gesellschafterin Jelisaweta (ziemlich brav: Chris Pichler) einen gebieterischen Heiratsantrag macht.

Festspiele Reichenau

Iwan Turgenjew, "Ein Monat auf dem Lande". Regie: Hermann Beil, u.a. mit Dirk Nocker, Julia Stemberger, Maria Schuchter, Günter Franzmeier, David Oberkogler, Chris Pichler, Louise Knof. Vorstellungen bis 4. August, Information und Restkarten: Tel. 02666/52528,

www.festspiele-reichenau.com

Erotische Scharmützeln

Der Plot von der fadisierten Sommerfrischengesellschaft, die sich in erotischen Scharmützeln und neurasthenischen Befindlichkeiten ergeht, zieht sich wie ein roter Faden durch viele Reichenauer Produktionen, sodass man bisweilen fast meinen könnte, immer das gleiche Stück zu sehen. Und so finden sich auch diesmal etliche hell gekleidete Damen und Herren ein, um ihre kapriziösen Konversationen in gewohnter Manier zu führen. Beil inszeniert erstaunlich konventionell, lässt viel Outrieren zu und schafft nur phasenweise Spannung, etwa wenn der Gutsbesitzer Arkadij (Dirk Nocker) zu guter Letzt doch einmal so richtig explodiert.

Festspiele Reichenau: Sommerfrische auf der Bühne

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Julia Stemberger (Natalja) und Maria Schuchter (Werotschka,L.) während der Fotoprobe von Iwan Turgenjews 'Ein Monat auf dem Lande'

APA/Robert JAEGER

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Auch die zweite Produktion der Festspiele Reichenau ist eine Neuauflage:

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Nach Beverly Blankenships Inszenierung im Jahr 1998 hat sich nun Hermann Beil Iwan Turgenjews "Ein Monat auf dem Lande" angenommen.

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Nicolaus Haag (Bolschintzow,L.) und David Oberkogler (Ignatij) während der Fotoprobe von Iwan Turgenjews 'Ein Monat auf dem Lande'

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Julia Stemberger (Natalja) und Tobias Reinthaller (Student).

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Der Plot von der fadisierten Sommerfrischengesellschaft, die sich in erotischen Scharmützeln und neurasthenischen Befindlichkeiten ergeht, zieht sich wie ein roter Faden durch viele Reichenauer Produktionen.

APA/Robert JAEGER

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Beil inszeniert erstaunlich konventionell, lässt viel Outrieren zu und schafft nur phasenweise Spannung, etwa wenn der Gutsbesitzer Arkadij (Dirk Nocker) zu guter Letzt doch einmal so richtig explodiert.

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Mit einer neuen Bühnenfassung von Nicolaus Hagg nach der Novelle "Eine blassblaue Frauenschrift" von Franz Werfel haben die Festspiele Reichenau am Montagabend die Saison 2019 eröffnet.

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Überschattet ist der Spielstart in Reichenau durch das Ableben von Peter Matic, der in dieser Produktion für die Rolle des Ministers vorgesehen war. Nun ist Thomas Kamper relativ kurzfristig eingesprungen.

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Joseph Lorenz (Leonidas) und Fanny Stavjanik (Amelie)

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In Reichenau steht das Werk zum zweiten Mal auf dem Spielplan: 2002 ist es in der Dramatisierung von Hermann Beil und Vera Sturm zu sehen gewesen, besetzt mit Miguel Herz-Kestranek, Petra Morzé und Birgit Doll.

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Nicht zuletzt die Verfilmung durch Axel Corti 1984 hat zur Bekanntheit der Geschichte wesentlich beigetragen. Als Regieassistent wirkte damals Julian Pölsler mit, der nun seinen Inszenierungseinstand in Reichenau lieferte.

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Exaltierte Stemberger

Julia Stemberger ist seine exaltierte Ehefrau Natalja, Maria Schuchter ein entzückender Backfisch Werotschka, Günter Franzmeier gibt den gebeutelten Hausfreund Rakitin, Nicolaus Hagg den reichlich dämlichen, aber reichen Nachbarn und Louise Knof ein entzückend herbes Hausmädchen. Peter Loidolt hat die Bühne im Neuen Spielraum mit Birkenstamm-Stümpfen versehen, was der Szenerie eine gewisse Kahlheit verleiht. So kahl, wie die dürstenden Seelenlandschaften der echauffierten Herrschaften sich eben darstellen. Die vorliegende Kritik bezieht sich auf die Hauptprobe von Montagnachmittag.

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Iwan Turgenjew, "Ein Monat auf dem Lande". Regie: Hermann Beil, u.a. mit Dirk Nocker, Julia Stemberger, Maria Schuchter, Günter Franzmeier, David Oberkogler, Chris Pichler, Louise Knof. Vorstellungen bis 4. August, Information und Restkarten: Tel. 02666/52528,

www.festspiele-reichenau.com

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