Premiere im StadttheaterAußerirdisches Mutmacherstück für Kinder und Jugendliche

Von Mobbing und Mut: Heute findet die österreichische Erstaufführung von Sibylle Bergs erstem Kinderstück "Mein ziemlich seltsamer Freund Walter" im Stadttheater Klagenfurt statt.

Probenfoto von "Mein ziemlich seltsamer Freund Walter" © Poeschl/Stadttheater
 

Die deutsche Regisseurin Dora Schneider ist schon Stammgast auf Kärntner Theaterbühnen: Mit „Acht Frauen“ und dem „Gespenst von Canterville“ war sie in den vergangenen Jahren bei den Komödienspielen Porcia im Einsatz – wo sie heuer „Buona sera Mrs. Campell“ inszenieren wird – für das Stadttheater Klagenfurt erarbeitete sie im Vorjahr das Kinderstück „Tag Hicks“ im Gemeindezentrum St. Ruprecht. Diese erfolgreiche Kooperation mit der Schauspielabteilung des Kärntner Konse findet in ähnlicher Besetzung heuer eine Fortsetzung mit dem ersten Kinderstück der schweizerisch-deutschen Erfolgsautorin Sibylle Berg, „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“.

Zur Info

Sibylle Berg. „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“. Premiere heute, 10.30 Uhr, Orchesterproberaum, Stadttheater Klagenfurt. Ab 8 Jahren. www.stadttheater-klagenfurt.at

Walter ist ein im Garten von Lisa gestrandeter Außerirdischer – unsichtbar und von ihr so genannt, weil er einen unaussprechlichen Namen hat. Die achtjährige Lisa ist klug, aber einsam – ihre Eltern sind arbeitslos und interessieren sich vor allem für sich selbst, ihre Lehrerin hält sie für eine freche Göre und ihre Alterskollegen quälen sie bei jeder Gelegenheit. Von Mobbing und Mut handelt dieses Stück, von Freundschaft und Selbstbewusstsein. „Nicht so sehr mit dem moralischen Zeigefinger, aber mit viel Witz und den ihr eigenen Wortschöpfungen“, zeichnet Sibylle Berg laut Regisseurin Schneider diese Geschichte, die eine Mischung aus den Filmen „E. T.“ und „Mein Freund Harvey“ zu sein scheint.

Bettina Frenzel,
Regisseurin Dora Schneider © Bettina Frenzel,

„Bitte mit viel Musik, ich liebe Musik!“, lautet ein Wunsch der Autorin an die Regisseure, und Dora Schneider hält sich daran. Gemeinsam mit dem Ensemble (den Schauspielstudenten Luisa Schwab, Simone Leski und Ronja Janko stehen Magda Kropiunig und Radu Vulpe zur Seite) wurde Musik ausgewählt, „die die Kinder in ihrer Lebenswelt abholt“. Und so entsteht – diesmal für den Orchesterproberaum des Stadttheaters – die temporeiche österreichische Erstaufführung eines Mutmacherstückes, das auch Erwachsenen durchaus gefallen könnte.

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