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Leopold-Museum WienMilliardärin zeigt ihre Kunstsammlung

Heidi Goëss-Horten zeigt ab morgen im Leopold Museum Wien erstmals öffentlich ihre private Kunstsammlung. Eine von Weltrang: Zu sehen sind Arbeiten von Klimt über Munch, Picasso bis Matisse.

Zeigt ihre Kunstsammlung: Heidi Goëss-Horten (77) © Heidi Horten Collection
 

Sie ist gebürtige Wienerin. Sie ist Wahl-Kärntnerin. Sie ist (als Villacher schwer zu verzeihen) Mäzenin des Eishockeyklubs KAC. Sie ist Unterstützerin medizinischer Forschungseinrichtungen. Sie ist Kaufhaus-Erbin. Sie ist die vermögendste Frau in Österreich, hierzulande auf Rang 3 und weltweit auf Rang 717 der „Forbes“-Liste der reichsten Menschen. Sie verfügt laut dem US-Wirtschaftsmagazin derzeit über 2,74 Milliarden Euro. Sie ist: Heidi Goëss-Horten.

 

Die Heidi Horten Collection: Wow, eine Superschau

Heidi Goëss-Horten zeigt im Leopold Museum Wien erstmals öffentlich ihre private Kunstsammlung. Hier Werke von Picasso.

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Ein Werk von Andy Warhol in der Ausstellung "WOW!"

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

"Schneelandschaft" von Gerhard Richter

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Werke von Lusio Fontana

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Weitere Einblicke in die Ausstellung . . .

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Und die Medienscheue zeigt nun erstmals öffentlich ihre Liebe zur Kunst. Ab morgen sind im Leopold Museum in Wien 170 der rund 700 Werke zu sehen, die die seit vorgestern 77-Jährige besitzt. Eine Bronzefigur von Antony Gormley, die aus der Fassade ihres Schlosses am Wörthersee ragt, eine kantige Skulptur von Erwin Wurm im Park, Schieles „Rote Wally“ oder Klimts „Kirche in Unterach“, Chagall und Munch, Warhol und Lichtenstein, Baselitz und Richter an den vier Wänden ... Goëss-Horten lebt gern mit ihren Schätzen.

Gustav Klimt: Kirche in Unterach am Attersee (Ausschnitt) Foto © Heidi Horten Collection

Agnes Husslein kuratiert die Schau „WOW!“ in Wien, für sie ein Einblick „in eine der bedeutendsten Privatsammlungen in Europa“. Noch als Sotheby’s-Expertin hatte die Kunstmanagerin in den 90ern zahlreiche Objekte für ihre langjährige Freundin ersteigert. Der Beginn der Sammlung datiert aber noch früher: Als damals 19-jährige Sekretärin lernte Heidi Jelinek in einer Hotelbar in Velden Helmut Horten kennen und heiratete den um 32 Jahre älteren Deutschen. Der Kaufhaus-König, der als „Reichsverteiler für Textilien“ seinen Reichtum auch mit arisierten Geschäften aufgestockt hatte, investierte nach dem Krieg und nach eineinhalb Jahren in einem britischen Internierungslager nicht nur weiter in Warenhäuser, sondern auch viel in expressionistische Kunst. Nach seinem Tod 1987 war sie Alleinerbin. Heidi Horten, seit 2015 in dritter Ehe mit dem Adeligen Kari Goëss (67) verheiratet, nutzte dieses Erbe sinnvoll. Auch kunstsinnvoll.

Zur Schau

WOW! The Heidi Horten Collection: 170 Werke von Marc Chagall, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Joan Miró, Edvard Munch, Pablo Picasso, Egon Schiele u. v. a.
Von 16. Februar bis 29. Juli im Leopold Museum Wien, leopoldmuseum.org

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