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#wirhörenzusammenAmerica Burning: Bernd Melichar präsentiert zehn Songs gegen Rassismus

Eine Spotify-Playlist für gute Laune und gegen Decken, die auf Köpfe zu fallen drohen: Die Redakteure der Kleinen Zeitung legen für Sie ein paar Songs auf, die durch den Alltag in der Isolation helfen.

Poeten des Friedens: Q-Tip und A Tribe Called Quest © 
 

Der Tod oder besser: Mord (Bürgermeister Jacob Frey) an George Floyd in Minneapolis muss hier nicht weiter diskutiert werden, das schockierende Video spricht für sich.

Statt Worten wollen wir hier die Musik sprechen lassen und haben deshalb Songs ausgewählt, die alle eines gemein haben: Sie handeln vom Unrecht, das der schwarzen Bevölkerung in den USA (und anderswo) noch immer widerfährt, von der Benachteiligung auf allen Ebenen, von Hass, unverhohlenem Rassismus und Ausgrenzung -  aber diese Songs handeln auch  vom ungebrochenen Stolz dieser Menschen und von der Kraft, immer wieder laut gegen dieses Unrecht anzuschreien.

Zuletzt legte Nina Müller ein Fernweh-Mixtape der Extraklasse auf.

Das Fernweh, das geht nie weg, höchstens in der Ferne, vorübergehend. Weil wir jetzt für längere Zeit an akutem Fernweh leiden werden müssen, hier ein paar Songs, die es sicher nicht stillen können, eher noch weiter entfachen. Aber besser im Kopf mit Musik verreisen als gar nicht.

Die Stationen:

Valparaiso, das pazifische Paradiestal, der Sehnsuchtsort mit den bunt bemalten Häusern an der chilenischen Küste. Besonders exotisch für eine Wüsten-Band wie Calexico aus Arizona. Deshalb geht es hier auch hauptsächlich um das endlose Meer. Und die Schiffe: „Ships drifting out of tune (coming in like waves rolling off the coast). Many, many more, sculpting the shoreline.“

Hamburg, der Hafen Europas. Vergesst die Reeperbahn, die Speicherstadt, die Elbphilharmonie, die wahre Sehnsuchtswürdigkeit ist eine U-Bahn-Fahrt vorbei am Hafen. „An den Landungsbrücken raus – dieses Bild verdient Applaus“, so singen Kettcar und das wird man im Ohr haben, jedes Mal, wenn die U-Bahn hier kurz ins Freie fährt.

Mykonos, unbeschwertes Sommerleben in strahlendem Blau-Weiß. Partystimmung auf den Kykladen, drüber die pittoresken alten Windmühlen. „And you will go to Mykonos / With a vision of a gentle coast / And a sun to maybe dissipate“ – wenn man wie die Fleet Foxes aus Seattle kommt, braucht man weißgott so einen Ort, an dem man sich hinträumen kann. Wir träumen mit.

Kopenhagen, skandinavische Lässigkeit, volle Fahrradstraßen im Sommer und die Hygge-Hauptstadt der Welt im Winter.  1969 singt Scott Walker aber ganz einfach von Winterkitsch – „We'll melt away before we land, Two teardrops for somebody's hand.“

Casablanca, Königsstadt und arabische Metropole, alte Souks und moderne Einkaufsstraßen. Und ein Lied des Salzburger Duos Mynth – bei dem es um etwas ganz anderes geht, wie man liest, während man sich gerade so schön wegträumt: Die Tschik, die die Omi immer geraucht hat.

 

Auf Spotify gibt es übrigens auch unseren täglichen Podcast "Corona Update" in dem der Infektionsspezialist Bernhard Haas die wichtigsten Fragen rund um Covid-19 beantwortet. 

 

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Danke für Ihr Verständnis.

ASchwammerlin
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Bitte keine Musikempfehlungen vom Herrn Melichar

weil das kann nur schief gehen. Man erinnere sich noch an seine NOVA ROCK Berichte, anscheinend hatte der gute Mann Angst vor IRON MAIDEN und Co. Jetzt hat er seine Liebe zum JAZZ entdeckt, bei diesen Empfehlungen kommen einem tatsächlich die Tränen!

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ASchwammerlin
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Gebe dir ja recht

und die Geschmäcker, dass wiss ma eh. Aber irgendwie habe ich die ganze Corona Sch.... Zeit einmal auf eine gute Musikempfehlung gewartet und es ist nichts gekommen, auch nicht von den anderen Kulturredakteuren, nicht nur nicht vom Bernd Melichar. (was für ein Deutsch) Wie wollten uns ja alle mit Musik ein bisschen aufrichten. Du warst der Erste, mit SAVATAGE. Dafür ein herzliches Danke!

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Irgendeiner
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Komm,Geschmäcker sind verschieden,der will was Gutes machen,laß

ihn,Jazz ist auch nicht unbedingt meins und ich hätte ja zweifelsfrei für uns Alten
Nick Drake "They leaving me behind" oder Broughton "Evening over rooftops" oder für Metall-Fans wie Dich Savatage "Devastation" reingestellt,aber ich bin halt ein alter Zyniker.Aber der möchte nicht Kritik üben und sarkastisch sein sondern Menschen zusammenführen und ihnen was erleichtern,ist doch gut.Und wer wirklich Zugang zu Musik hat, hat die selbst daheim und hört die eigenen Lieblingsnummern.Jedes nach seiner Art.

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