Das Rennen um die nächste Burgtheater-Direktion ist derzeit völlig offen. Das erfuhr die APA aus Insider-Kreisen. Die 15 vorliegenden Bewerbungen (über die der "Kurier" als erster berichtet hatte und unter denen sich auch Teams befinden) sind gesichtet, laut "Der Standard" wird "ein gutes Drittel der Bewerberinnen und Bewerber" zu den in der übernächsten Woche stattfindenden Hearings eingeladen. Die Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen.

Staatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) soll angekündigt haben, sie werde mit allen Bewerbern, die von der Findungskommission für geeignet befunden werden, persönliche Gespräche führen. Die Vertragsdauer war in der Ausschreibung mit "bis zu fünf Jahren" angegeben. Als möglicher Kompromiss stand eine Verlängerung des Vertrags von Amtsinhaber Martin Kušej für weniger als fünf Jahre im Raum. Diese Option hatte Kušej im APA-Interview zurückgewiesen: "Ich bin da überhaupt noch nicht fertig." Gleiches sagte allerdings auch Andreas Beck, einst Burgtheater-Dramaturg, später Chef des Wiener Schauspielhauses und am Theater Basel, derzeit Intendant des Münchner Residenztheaters und medial als einer der Favoriten gehandelt, auf Nachfrage der APA. Sein Vertrag sei eben erst um fünf Jahre verlängert worden und er habe keine Intention, seine Arbeit am "Resi" doch nicht fortzusetzen.

Amtsinhaber Martin Kušej
Amtsinhaber Martin Kušej
© (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)